Keramikmagnet

Keramikmagnete, auch bekannt als Hartferritmagnete, sind Dauermagnete aus gesinterten Ferritmaterialien wie Barium- oder Strontiumferrit. Sie zeichnen sich durch hohe magnetische Stabilität, Korrosionsbeständigkeit und kostengünstige Herstellung aus. Aufgrund ihrer Eigenschaften finden sie breite Anwendung in Elektrotechnik, Audiotechnik und Alltagsprodukten.[1]

Material und Herstellung

Keramikmagnete bestehen aus Eisen(III)-oxid (Fe₂O₃) und Erdalkalimetallverbindungen wie Barium- oder Strontiumoxid. Das Material wird unter hohem Druck in Form gepresst und anschließend bei hoher Temperatur gesintert.[1] Die resultierenden Magnete sind hart, spröde und weisen eine hohe chemische Stabilität auf.[2]

Magnetische Eigenschaften

(Quelle: Ferritemagnets.de[2])

Anwendungen

Keramitmagnete finden Anwendung[1] beispielsweise in der Energietechnik bei Elektromotoren und Generatoren, in der Unterhaltungselektronik in Lautsprechern und Tonabnehmern, in der Nachrichtentechnik bei der HF-Entstörung (z. B. Ferritkerne) sowie in vielen Fachgebieten als Magnetkupplungen und Sensoren, in Spielzeug, Kühlschrankmagneten und Haushaltsgeräten. .

Vor- und Nachteile

Zu den Vorteilen gehören die günstige Herstellung, Korrosionsbeständigkeit und Temperaturstabilität, zu den Nachteilen die geringere Energiedichte als Neodym-Magnete (NdFeB), die Sprödigkeit, Probleme bei der Bearbeitung und das verhältnismäßig große Volumen.

Vergleich mit anderen Magnettypen

(Quelle: Deinemagneten.de[4])

Eigenschaft Keramikmagnet (Ferrit) Neodym (NdFeB) AlNiCo
Magnetische Stärke Mittel Sehr hoch Mittel
Temperaturbeständigkeit Hoch (bis 250 °C) Mittel (bis 80–200 °C) Sehr hoch (bis 550 °C)
Korrosionsschutz Nicht erforderlich Beschichtung nötig Meist nicht nötig
Preis Günstig Hoch Mittel

Siehe auch

Literatur und Quellen

  1. a b c Was sind eigentlich Keramikmagnete? In: Technik-Passage24
  2. a b Technische Daten zu Hartferriten. (PDF; 0,5 MB) In: Ferritemagnets.de
  3. DIN EN 60404-1:2017-08 : Klassifikation magnetischer Werkstoffe. In: dinmedia.de.
  4. Unterschiede zwischen Magnettypen. In: DeineMagneten.de