Ken Walibora
Ken Waliaula Walibora (* in Baraki, Bungoma County; † 10. April 2020 in Nairobi) war ein kenianischer Schriftsteller, Journalist und Hochschullehrer.[1] Er wurde vor allem durch den Roman Siku Njema (1996) berühmt, der jahrelang als Schullektüre an kenianischen Sekundarschulen eingesetzt wurde.[2] Er verfasste über 40 Bücher und galt als ein wichtiger Vertreter der modernen Swahili-Prosa.[2]
Leben
Walibora wurde in Baraki im Bungoma County geboren und wuchs in Kitale und Cherangany auf.[2] Er besuchte die St. Joseph Primary School, die Sekundarschulen Teremi und Suremi, wechselte dann an die Ole Kajiado High School und absolvierte seine A-Levels an der Koelel Boys’ High School.[2] An der University of Nairobi studierte er Literatur- und Swahili-Studien und schloss mit First-Class Honours ab.[2] Er arbeitete zunächst als Bewährungshelfer im Außenministerium und als Lehrer, bevor er von 1996 bis 1999 als Swahili-Nachrichtensprecher und -Redakteur bei KBC sowie von 1999 bis 2004 als Fernseh- und Radiosprecher bei der Nation Media Group tätig war.[2] Später lehrte er mehrere Jahre an der University of Wisconsin–Madison.[2] Zuletzt wirkte er als Senior Lecturer an der Riara University in Nairobi.[1] Am 10. April 2020 wurde er in Nairobi von einem Matatu auf der Landhies Road angefahren und erlag seinen Verletzungen.[3] Sein Leichnam wurde am 15. April 2020 im Leichenschauhaus des Kenyatta National Hospital aufgefunden.[4] Nach seinem Tod wurden Berichte über Versäumnisse in der Notfallversorgung des Krankenhauses öffentlich diskutiert.[5]
Wirken
Seinen literarischen Durchbruch erzielte Walibora mit Siku Njema (1996), das von 1997 bis 2003 als Pflichtlektüre an kenianischen Sekundarschulen diente.[2] Mit Kidagaa Kimemwozea wurde 2013 ein weiteres seiner Werke als Schullektüre eingeführt.[2] Zu seinen bekannten Büchern zählen überdies Kufa Kuzikana, Ndoto ya Amerika, Ndoto za Almasi und Damu Nyeusi.[2] Für Ndoto ya Amerika (2003), Kisasi Hapana (2009) und Nasikia Sauti ya Mama (2015) erhielt er jeweils einen Jomo-Kenyatta-Literaturpreis.[6] Neben seiner schriftstellerischen Arbeit prägte er als Swahili-Nachrichtensprecher bei KBC und später bei der Nation Media Group den Fernsehjournalismus in Kenia.[2] Sein Werk galt als bedeutender Beitrag zur Entwicklung und Verbreitung des Swahili.[6][7][4]
Einzelnachweise
- ↑ a b Novelist Ken Walibora dies in Nairobi. In: People Daily. 15. April 2020, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b c d e f g h i j k Ken Walibora: Life and times of renowned author. In: The Star. 15. April 2020, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ ‘Siku Njema’ author Ken Walibora dead after he was knocked down by matatu. In: Citizen Digital. 15. April 2020, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Three years on: Ken Walibora's family hopes to find truth over death. In: The Star. 10. April 2023, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Revealed: The painful death of Prof Ken Walibora. In: Nairobi News. 25. April 2020, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Walibora, author who deconstructed the American dream. In: The Star. 15. April 2020, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Renowned author Ken Walibora is dead. In: The Star. 15. April 2020, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).