Kein Himmel über Afrika
| Film | |
| Titel | Kein Himmel über Afrika |
|---|---|
| Produktionsland | Belgien, Deutschland, Frankreich |
| Originalsprache | Deutsch, Französisch |
| Erscheinungsjahr | 2004 |
| Länge | 186 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | TeamWorx, Bella Vita Film, ARD Degeto, EOS Productions |
| Stab | |
| Regie | Roland Suso Richter |
| Drehbuch | Richard Reitinger, Heiko Schier |
| Produktion | Nico Hofmann, Joachim Cosack, Christian Rohde |
| Musik | Heninng Lohner, Stefan Schulzki |
| Kamera | Busso von Müller |
| Schnitt | Bernd Schlegel |
| Besetzung | |
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Kein Himmel über Afrika ist ein belgisch-deutsch-französischer Abenteuer-Fernsehfilm von Roland Suso Richter aus dem Jahr 2004, der meist als Zweiteiler gesendet wurde. Er basiert auf dem autobiographischen gleichnamigen Bestseller-Roman von Kerstin Cameron. Die Haupthandlung erzählt den Prozess um Catherine, die ihren Mann Gordon ermordet haben soll, in Rückblenden wird die tragische Liebesgeschichte der beiden erzählt. In Hauptrollen sind Veronica Ferres, Götz George, Nikolai Kinski und Jean-Hugues Anglade zu sehen. Der Film wurde am 23. Februar 2005 erstmals in Fernsehen ausgestrahlt und erschien zwei Tage später auf Blu-ray.[2][3]
Handlung
Der Film beginnt damit, dass Catherine auf der Beerdigung ihres Mannes Gordon verhaftet wird, da sie diesen ermordet haben soll. Nun erfährt man, wie sie Gordon kennen gelernt hat. Auf der Wildjagd wurde ihr Mann, der Italiener Roberto, der Wildausflüge für Reiche organisiert, von einem Löwen verletzt und muss in ein Krankenhaus. Der Pilot Gordon Coburn ist zufällig in der Nähe und kann den Mann mit seiner Propellermaschine ins nächste Krankenhaus bringen.
Zwischen dem abenteuerlustigen Gordon und Catherine entwickelt sich eine Liebesbeziehung, derentwegen sie sich von Roberto scheiden lässt und eine neue Ehe mit Gordon beginnt. Gemeinsam kaufen sie sich eine Farm in Tansania. Bald darauf wird Catherine schwanger.
Gordon arbeitet derweil als Frachtpilot. Eines Tages hat er mit seiner Propellermaschine auf einem Flughafen einen tragischen Unfall, bei dem zwei Massai-Kinder getötet werden. Dies geschieht ausgerechnet in der Nacht, in der die gemeinsame Tochter geboren wird. Zunächst versucht Gordon den Vorfall vor seiner Frau zu verheimlichen.
Daraufhin verliert er seinen Job und verfällt dem Alkohol. Dies schadet der Ehe der beiden, da sich Gordon und Catherine häufig streiten. Gordon taucht oft tagelang ab und betrügt, schlägt und vergewaltigt Catherine. Hinzu kommt eine schlimme Dürre, wodurch die Farm finanzielle Probleme bekommt.
Eines Tages fällt als Gordon wieder einmal betrunken nachhause kommt im Schlafzimmer ein Schuss. Catherine soll ihn ermordet haben. Davon sind Gordons Eltern und sein Bruder Duncan überzeugt. Catherine beteuert allerdings, dass Gordon Suizid begangen habe. Schließlich bestätigen die polizeilichen Ermittlungen die Ereignisse am Abend, sodass Catherine freigesprochen wird.
Hintergrund
Als Vorlage für die Filmhandlung diente der autobiographische Roman von Kerstin Cameron. Diese wurden als Tochter deutscher Eltern in Nigeria geboren und wuchs in verschiedenen afrikanischen Ländern auf. 1999 wurde sie in Tansania angeklagt, ihren Ehemann getötet zu haben. Sie saß über ein Jahr unschuldig im Gefängnis und wäre hingerichtet worden, wenn sie keinen Freispruch bekommen hätte.[4] Der Film wurde als Liebesgeschichte mit Krimi-Elementen und Gerichtsfilm-Anleihen inszeniert.[4][5]
Neben Veronica Ferres waren für die Rolle der Catherine ebenfalls Skyler Shaye, Nicole Kidman und Reese Witherspoon im Gespräch.[6]
Die Produktion übernahm im Wesentlichen die Produktionsfirma TeamWorx. In Co-Produktion waren die Bella Vita Film, an der Ferres und ihr Mann Martin Krug beteiligt sind, ARD Degeto und EOS Productions beteiligt. Gefördert wurde der Film von der Filmstiftung NRW und dem FilmFernsehFonds Bayern.[5][7] Cameron war in beratender Funktion am Film mitbeteiligt.[8]
Der Film wurde in Zusammenarbeit von Belgien, Deutschland und Frankreich produziert. Gedreht wurde Anfang Mai in Südafrika, insbesondere in Kapstadt und der Umgebung von Durban.[7][9] International wurde der Film unter dem Titel No Sky Limit with Africa vertrieben.[10]
Im Film werden beiläufig auch die schlechten Haftbedingungen in Zellen mit Ungeziefer wie Ratten und Schlangen und das latent bestechliche Justizwesen in Tansania thematisiert und kritisiert. Tansania stand seinerzeit aufgrund dessen auch in der Kritik von Amnesty International. Es wird allerdings auch die positive Seite gezeigt: der menschliche Umgang zwischen den Haftinsassen untereinander sowie gegenüber dem Haftpersonal oder der unbestechliche Richter Rutakangwa und Catherines Anwalt, die beide die Wahrheit herausfinden wollen.[11]
Rezeption
In einer Pressemitteilung bewarb die ARD 2005 den Film mit folgenden Worten: „die wahre Geschichte einer Frau, die für ihre Liebe kämpft, ihre Unabhängigkeit findet und dabei an den Rand des Abgrunds gerät.“[7] Der Film bekam durchweg positive Kritiken. Dabei wurde insbesondere die schauspielerische Leistung von Catherine-Darstellerin Veronica Ferres gelobt.[4][5]
„Veronica Ferres sah man selten so gut. Sie überzeugt als aufrechte Frau, die anders als andere Weiße in Afrika, die Liebe nicht im Bodensatz des Whiskeyglases sucht. Sie ist die ideale Besetzung für diese nie zu melodramatische Ehetragödie, die nur ein bisschen wenig mit der afrikanischen Naturkulisse anzufangen weiß.“
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Kein Himmel über Afrika. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Januar 2005 (PDF; Prüfnummer: 101 186 V/DVD).
- ↑ „Kein Himmel über Afrika“ – Besetzung. In: Moviepilot. Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ „Kein Himmel über Afrika“ (*English overview*). In: filmportal.de. Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ a b c d „Kein Himmel über Afrika“ – Filmkritik. In: Tittelbach.tv – Kritiken. Abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ a b c „Kein Himmel über Afrika“ – Filminfo. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ „Kein Himmel über Afrika“ – Trivia. In: IMDb (Internet Movie Database). Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ a b c Kein Himmel über Afrika. In: Bagamoyo.com. Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ „Kein Himmel über Afrika“ – Filminfo. In: PRISMA.de. Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ „Kein Himmel über Afrika“ – Filmkritik. In: Filmstarts. Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ „Kein Himmel über Afrika“ – Filminfo. In: Moviefone. Abgerufen am 14. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Kein Himmel über Afrika - Das Buch zum Film. In: Bagamoyo.com. Abgerufen am 14. Januar 2026.