Katzendorf (Gemeinde Gnas)

Katzendorf (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Südoststeiermark (SO), Steiermark
Gerichtsbezirk Feldbach
Pol. Gemeinde Gnas  (KG Poppendorf)
Koordinaten 46° 52′ 48″ N, 15° 51′ 3″ Of1
Höhe 290 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 185 (1. Jän. 2025)
Postleitzahl 8342f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 14772

Dorfkapelle
KG:
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk
f0
185

Katzendorf ist eine Ortschaft und Streusiedlung in der Marktgemeinde Gnas im Bezirk Südoststeiermark im Bundesland Steiermark in Österreich. Die Ortschaft hat 185 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025).[1]

Lage und Bevölkerung

Katzendorf (etwa 290 m ü. A.) liegt rund zwei Kilometer Luftlinie östlich der Marktgemeinde Gnas an den Landesstraßen L 217, L 228 bzw. L 230, die sich hier in einem Kreisverkehr treffen. Etwa 1,6 Kilometer südlich von Katzendorf liegt Poppendorf und 800 Meter nördlich Maierdorf. Östlich, in etwa vier Kilometer Entfernung, befindet sich der nächste größere Ort Bad Gleichenberg. Die Stadt Feldbach liegt etwa neun Kilometer nördlich.

Um die Dorfkapelle der Streusiedlung befindet sich ein Siedlungskern. Der Bevölkerungsstand ist seit 1770 relativ stabil.[2][3] 1402 waren 12 Einwohner verzeichnet, 1770 190 Einwohner bei 45 Feuerstätten. Vor 1837 begann eine Bevölkerungszunahme, die bis 1869 324 Einwohnern (54 Feuerstätten) ergab. Seither kam es wieder zu einer Abnahme der Einwohnerzahl auf 184 Einwohner in 66 Häusern (Jahr 2001).[4]

Am 1. April 2020 umfasste der Ort 86 Adressen.[5]

Geschichte

Katzendorf wurde im Mittelalter auch als Chaczendorf (1384) oder Katzelsdorf bzw. Chaecleindorf (1406) bezeichnet.[6]

Katzendorf teilt historisch vielfach das Schicksal der umliegenden Ortsteile und Siedlungen. Die ganze Region ist seit Jahrtausenden von starken Bevölkerungsbewegungen geprägt, die zu zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen führten. In den letzten Jahrhunderten waren dabei vor allem der Einfall und die Verteidigung vor dem Osmanischen Reich (Türkenkriege) bzw. den Kuruzzen prägend. Doch auch die Hilfstruppen der Habsburger aus Italien bzw. Spanien sorgten für Leid und Not. Ein Denkmal vor der Bahndurchfahrt in Katzendorf erinnert an einen Sieg der Bevölkerung und die Flucht der Kuruzzen 1709. Auch die Franzosenkriege im 18. und 19. Jahrhundert trafen vor allem die Zivilbevölkerung.

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren es Soldaten der Sowjetarmee und kurze Zeit Partisanen aus Jugoslawien, welche die Bevölkerung bedrängten. Vom 24. Juli 1945 bis 1955 war dieser Teil der Steiermark Teil der britischen Besatzungszone[7] (siehe auch: Besetztes Nachkriegsösterreich).

Verkehr

Katzendorf verfügt über eine eigene Haltestelle an der Landesbahn Feldbach–Bad Gleichenberg. Diese befindet sich etwas außerhalb der Siedlung, etwa 300 Meter nördlich von der Dorfkapelle entfernt.

Kirche

Katzendorf verfügt über eine Kapelle (Dorfkapelle Katzendorf), die 1967 gebaut wurde.[8] Die Kapelle steht etwa 40 Meter südöstlich des Kreisverkehrs, in den die L 217, L 228 bzw. L 230 einmünden.

Literatur

Commons: Katzendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Franz Raffelsperger: Geographisch-Statistisches Lexikon aller österreichischen Staaten. Dritter Band, Wien 1846, S. 789 (books.google.at).
  3. Manfred Straka: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark, 1770–1850. 1978, S. 348 (books.google.at).
  4. Historisches Ortslexikon Steiermark. 1. Teil, S. 72, @1@2Vorlage:Toter Link/www.yumpu.comyumpu.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2025. Suche in Webarchiven)
  5. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  6. Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark. Band 99, 2008, S. 59 (books.google.at).
  7. Die Geschichte von Gnas. In: gnas.gv.at.
  8. 50 Jahre Dorfkapelle Katzendorf. In: meinbezirk.at vom 8. August 2017.