Kathrin Stumreich

Kathrin Stumreich (geboren 1976 in Innsbruck) ist eine österreichische Medien-, Klang- und Installationskünstlerin. Sie arbeitet mit Technologie, Klang, Skulptur und gesellschaftlicher Analyse. Ihre Werke wurden international ausgestellt und befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen.

Leben und Werk

Kathrin Stumreich wurde in Innsbruck geboren und lebt in Wien. Sie studierte Medienkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit den frühen 2000er-Jahren entwickelt sie Arbeiten an der Schnittstelle von Technologie, Klang, Skulptur und gesellschaftlicher Analyse.

Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis stehen technologische Infrastrukturen, Kontrollmechanismen, Energie‑ und Umweltfragen sowie die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Maschine. Ihre Werke basieren häufig auf der Transformation technischer Parameter in Klang, Bewegung oder visuelle Prozesse. Wiederkehrende Themen sind Zufall, Entropie und das Verhältnis von Ordnung und Störung innerhalb komplexer Systeme.

Stumreichs Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem bei der Ars Electronica, der Kunsthalle Wien, der Klima Biennale Wien, dem Kasseler Dokfest und der Foto Biennale Porto. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit kuratierte sie 2021 das Projekt Solar Habitat im Rahmen des Symposion Lindabrunn.

Ihre Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter im Museum Borusan Contemporary (Istanbul)[1], die Artothek des Bundes[2] und die Sammlung Kultur Land Tirol.[3]

Ausstellungen und Performances

Stumreichs Arbeiten wurden international in Ausstellungen, bei Festivals sowie bei Film‑, Foto‑ und Klangveranstaltungen gezeigt, unter anderem:

  • 2025: Thinking Through Weibel …Elsewheres, Angewandte Interdisciplinary Lab (AIL)[4]
  • 2025: Foto Biennale Porto 25 – Mid‑air Collisions, Bienal de Fotografia Porto[5]
  • 2025: Click, or the laws of thermodynamics (Klangperformance), Österreichisches Kulturforum Rom / FKL Symposium, Paesaggio Sonoro[6][7]
  • 2024: 42. Kasseler Dokfest[8]
  • 2024: Klima Biennale Wien[9]
  • 2021: Solar Habitat (Kuratorin), Symposion Lindabrunn[10]
  • 2019: Kunsthalle Wien
  • 2018: Ars Electronica Festival – Out of Control
  • 2018: Glaskasten Skulpturenmuseum
  • 2017: Heart of Noise Festival
  • 2008: Guthman Musical Instrument Competition
  • 2008: NIME Conference

Sammlungen

Werke von Kathrin Stumreich befinden sich in folgenden öffentlichen Sammlungen:

Auszeichnungen

  • 2024 Staatsstipendium für Medienkunst, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport[11]
  • 2022 Förderpreis für zeitgenössische Kunst, Land Tirol[12]
  • 2018 European Soundart Award, Skulpturenmuseum Glaskasten und WDR Köln
  • 2016 Marianne-von-Willemer-Preis für digitale Medien, Stadt Linz, für die Arbeit What would Ted Kaczynski’s daughter do…?[13]

Einzelnachweise

  1. Soverneignity, Borusan Contemporary, abgerufen am 2. Januar 2026.
  2. Kathrin Stumreich: Solar Habitat. In: Artothek des Bundes, abgerufen am 2. Januar 2026.
  3. Kathrin Stumreich in Sammlung Kultur Land Tirol, S. 234 (PDF; 15 MB), abgerufen am 2. Januar 2026.
  4. Thinking Through Weibel …Elsewheres, Angewandte Intersocciplinary Lab, abgerufen am 2. Januar 2026
  5. Foto Biennale Porto 25 – Mid‑air Collisions, abgerufen am 2. Januar 2026.
  6. Österreichisches Kulturforum Rom – Klangperformance, austriacult.roma.it, abgerufen am 2. Januar 2026.
  7. Paesaggio Sonoro – Ways of Listening, abgerufen am 2. Januar 2026.
  8. 42. Kasseler Dokfest, abgerufen am 2. Januar 2026.
  9. e‑flux.com – 1st Klima Biennale Wien, abgerufen am 2. Januar 2026.
  10. Solar Habitat – Symposion Lindabrunn, abgerufen am 2. Januar 2026.
  11. Kathrin Stumreich erhält Staatsstipendium für Medienkunst 2024, Universität für angewandte Kunst Wien, abgerufen am 2. Januar 2026.
  12. Förderpreis für zeitgenössische Kunst 2022
  13. Marianne‑von‑Willemer‑Preis für digitale Medien 2016