Kathreiner-Haus
| Kathreiner-Haus | |
|---|---|
Kathreiner-Haus, Potsdamer Straße 186 (bis 1937: Nr. 75d) | |
| Daten | |
| Ort | Berlin-Schöneberg |
| Architekt | Bruno Paul |
| Bauherr | Kathreiners Malzkaffee-Fabrik GmbH |
| Baustil | Neue Sachlichkeit |
| Bauzeit | 1928–1930 |
| Höhe | 46 m |
| Grundfläche | 1225 m² |
| Nutzfläche | 9500 m² |
| Koordinaten | 52° 29′ 34,5″ N, 13° 21′ 37,2″ O |
| Besonderheiten | |
| Baudenkmal | |
Das Kathreiner-Haus in Berlin (auch: Kathreiner-Hochhaus), benannt nach der Erbauerin, der Kathreiner Malzkaffee-Fabrik GmbH, ist ein denkmalgeschütztes Gebäude im Ortsteil Schöneberg (Bezirk Tempelhof-Schöneberg) an der Potsdamer Straße 186.
Geschichte
Im November 1928 gab der Minister für Volkswohlfahrt in Preußen, Heinrich Hirtsiefer, in einem Erlass seine Zustimmung zum Bau des Kathreiner-Hauses. Bedingung für die Genehmigung war, dass der Eigentümer des Grundstücks sich verpflichtet, auch südlich des Eingangs zum Kleistpark ein Hochhaus zu errichten.[1]
Das vom Berliner Atelier für Architektur Bruno Paul im Stil der Neuen Sachlichkeit entworfene Gebäude wurde im März 1930 von der Firma Kathreiner bezogen. Es besteht aus drei Flügeln: die beiden parallel zur Potsdamer Straße liegenden Flügel sind sechsgeschossig und orientieren sich an der Traufhöhe der sie umgebenden Bauten. Sie werden durch einen quer zur Straße verlaufenden Trakt verbunden, der wiederum aus zwölf Geschossen besteht, wodurch das Gebäude seine markante H-Form erhielt. Die Fassade ist mit Thüringer Travertin verkleidet, die Laibungen der horizontal verlaufenden Fensterreihen mit sich farblich leicht abhebendem römischen Travertin verkleidet. Die bebaute Fläche beträgt 1225 m² bei 9500 m² Nutzungsfläche, die Höhe bis zum Dach ist 46 Meter.[2]
Mit dem Verwaltungsgebäude Potsdamer Straße 188–192 (Arthur Vogdt, 1938/1939) bildet es einen kontrastreichen Rahmen für die barocken Königskolonnaden, die, 1910 hierher versetzt, ein Entrée für den Heinrich-von-Kleist-Park darstellen.
Seit Fertigstellung diente es der namengebenden Bauherrin als Verwaltungsgebäude. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von der BVG, später u. a. vom Berliner Senat genutzt. Künftig soll das Verwaltungsgericht Berlin dort untergebracht werden.[3][4]
Literatur
- Die Form – Zeitschrift für gestaltende Arbeit, 7. Jg., Heft 1, 1932, S. 57
- Thomas Drebusch: bruno paul – schönheit ist freude, ikonom Verlag, Soest 2019, ISBN 978-3-9820169-5-5, S. 140 f.
Weblinks
- Eintrag 09066666 in der Berliner Landesdenkmalliste
- Thomas Drebusch: Kathreiner Hochhaus. In: bruno paul – schönheit ist freude (brunopaul.de).
Einzelnachweise
- ↑ Zwei Hochhäuser am Kleistpark. In: Vossische Zeitung, Nr. 556, 24. November 1928, Erste Beilage zur Vossischen Zeitung (S. 6)
- ↑ Die Hochhäuser Berlins. In: Vossische Zeitung, Nr. 514, 31. Oktober 1931, Erste Beilage (S. 5)
- ↑ 10.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für die Berliner Justiz. Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz vom 31. Mai 2019.
- ↑ Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Marc Vallendar (AfD) vom 24. März 2025: Das Kathreiner-Haus in der Potsdamer Straße 186 für das Verwaltungsgericht Berlin – der BER unter den Gerichtsgebäuden? Drucksache 19 / 22 081, Abgeordnetenhaus von Berlin (PDF; 27,6 kB).