Kathedrale von Antibes

Die ehemalige Kathedrale Notre-Dame de l’Immaculée Conception (auch: Notre-Dame-de-la-Platea) ist ein römisch-katholischer Kirchenbau in Antibes im Bistum Nizza. Er ist seit 1945 als Monument historique eingestuft.[1]

Geschichte

Von 442 bis 1244 bestand das Bistum Antibes. Erster Bischof war der heilige Armentarius (französisch: Armentaire oder Hermentaire). Dann wurde der Bischofssitz nach Grasse verlegt. Die Kathedrale wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut (1124, 1608 und 1746). Die Fassade stammt in ihrer heutigen Form aus dem 19. Jahrhundert. Die Kirche ist dem Patronat der Unbefleckten Empfängnis anvertraut. Sie ist heute Pfarrkirche der Kirchengemeinde Paroisse Saint Armentaire Antibes – Juan les Pins.

Ausstattung

Das holzgeschnitzte Kirchenportal ist das Werk von Joseph Dolle (* 1658). Prunkstück der reichen Innenausstattung ist ein Retabel von Louis Bréa (1450–1525), auf dem die Schutzmantelmadonna mit Jesuskind von 15 Darstellungen der Geheimnisse des Rosenkranzes umgeben ist. Bemerkenswert ist auch ein 1938 aufgefundener liegender Christuskorpus in Lindenholz aus dem 18. Jahrhundert.

Orgel

Über dem Eingangsbereich im hinteren Teil der Kirche steht eine Orgel, die 1860 von Frédéric Junck gebaut wurde. Restauriert wurde das Instrument 1895 von Florentin Martella und 1923 von Joseph Merklin. 1971 wurde das Instrument von Michel, Merklin & Kuhn rekonstruiert und 1981/82 erneut von der Manufacture Provençale d’orgues. Die Orgel verfügt über 37 Register auf drei Manualen und Pedal.[2]

Literatur

  • Antibes. Juan-Les-Pins. Histoire et Patrimoine. Nouvelles Éditions Sutton, Tours 2023, S. 46–49.
Commons: Kathedrale von Antibes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eglise paroissiale, chapelle Saint-Esprit et tour Grimaldi
  2. L’inventaire des orgues: Ancienne cathédrale de l’Immaculée-Conception

Koordinaten: 43° 34′ 52″ N, 7° 7′ 42″ O