Katharinenkirche (Kleindobritz)

Die Katharinenkirche war eine Kirche in Kleindobritz (heute zu Dresden).

Geschichte

Die Kirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts gebaut und bestand bis Anfang des 16. Jahrhunderts. 1378 war Petrus Lucie Pfarrer. Am 28. August 1378 übereignete Johann von Jenstein, der Bischof von Meißen, der Katharinenkirche zu Kleindobritz bei Dresden Getreidezinsen von verschiedenen Höfen aus der Umgebung, darunter 3 Scheffel Weizen und 4 Scheffel Hafer in pago seu villa videlicet Lindecht, von einem Bauern- oder Gutshof bei Lindecht (Lindigt bei Pirna). Diese hatte der plebanus (Pfarrer) Petrus Lucie in Kleindobritz von seinem Vater geerbt und der heiligen Katharina von Alexandrien geweihten Kirche geschenkt. Da diese Abgaben dem Bischof als Lehnsherrn zustanden, musste diesem eine Entschädigung gezahlt werden.[1] Mehrere Orte, darunter Kleindobritz, damals lateinisch minori Doberwicz, und Zuschendorf, verdanken dieser Urkunde ihre erste Erwähnung.

Kleindobritz wurde 1555 als nach Leuben gepfarrt erwähnt.[2] Bereits zu diesem Zeitpunkt hat die Kirche nicht mehr bestanden. Da Kleindobritz direkt am 9 km langen sogenannten Altelbarm, einem Altwasser unweit der Elbe liegt, hat wahrscheinlich ein Elbhochwasser die Kirche zerstört. In Frage käme das verheerende Hochwasser in Mitteleuropa 1501, als in Pirna das Wasser bis in die Höhe der Kanzel der Klosterkirche stieg.[3]

Quellen

Anmerkungen

  1. Codex diplomaticus Saxoniae regiae II 2, 653.
  2. Kleindobritz im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. Neue Nachbarschaft Kaditz e. V.: Dresden-Kaditz. Geschichte – Geschichten – Erinnerungen. Saxonia-Verlag, Dresden 2005, S. 409 f.