Katharina Wrohlich
Katharina Anna Wrohlich (* 9. Juli 1977 in Wien) ist eine österreichische Ökonomin. Sie ist seit 2021 Professorin für Öffentliche Finanzen, Gender- und Familienökonomie an der Universität Potsdam sowie Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Sie forscht zum Gender-Gap am Arbeitsmarkt sowie zu den gleichstellungspolitischen Auswirkungen von Steuer-, Sozial- und Familienpolitik. Neben der Forschung und Lehre wurde sie in Wirtschaftsfachgremien berufen und ist als Gutachterin für Forschungsstiftungen tätig.
Werdegang
Katharina Wrohlich absolvierte nach ihrer Matura ab 1995 ein Studium in Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien. Währenddessen studierte sie 1999 für ein Jahr an der Georgetown University in Washington, D.C. Im Jahr 2001 schloss sie ihr Studium mit dem Diplom ab. Im Anschluss arbeitete sie bis 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ab 2002 forschte sie in der Abteilung Staat am DIW Berlin. Ihre Promotion 2007 zur Dr. rer. pol. an der Freien Universität Berlin wurde mit summa cum laude bewertet. Fachlich betreut wurde sie von Viktor Steiner und Giacomo Corneo. Von 2012 bis 2016 war sie stellvertretende Leiterin der Abteilung Staat am DIW Berlin, von 2017 bis 2019 hatte sie die Co-Leitung des Forschungsbereichs Gender Studies am DIW. Seit Juni 2019 leitet Wrohlich die Forschungsgruppe Gender Economics am DIW, 2021 erfolgte die Berufung zur Professorin für Öffentliche Finanzen, Genderökonomie und Familienökonomie an der Universität Potsdam gemeinsam mit dem DIW Berlin.[1]
Forschungsschwerpunkte
Katharina Wrohlich forscht zu Gender-Gaps am Arbeitsmarkt und untersucht die gleichstellungspolitischen Auswirkungen von Steuer-, Sozial- und Familienpolitik. Die Forschung im Bereich Gender-Gaps am Arbeitsmarkt konzentriert sich auf die Unterschiede in den Verdiensten von Frauen und Männern sowie auf die geringe Repräsentation von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft. Zudem forscht sie zu den Auswirkungen familienpolitischer Maßnahmen wie z. B. Elterngeld, Kita-Ausbau und Ehegattensplitting in Bezug auf die Erwerbsbeteiligung und Lohnentwicklung von Frauen. Zu diesem Themenbereich gehören auch die vielfältigen Barrieren für Frauen in Führungspositionen.[2][3]
Wrohlich ist eine große Anhängerin von Wissenschaftskommunikation.[4] Sie veröffentlicht zum Beispiel Ergebnisse ihrer Forschungen in Die Zeit oder FAZ.
Publikationen
- Liste der Publikationen von Prof. Dr. Katharina Wrohlich (PDF, 333,87 KB)
- Katharina Wrohlich in Google Scholar
- Papers von Katharina Wrohlich auf Academia.edu
Mitgliedschaften und Netzwerke
- seit 2015: Mitglied bei AcademiaNet
- seit 2021: Mitglied der Leopoldina Arbeitsgruppe „Zukunft der Arbeit nach Corona“
- seit 2022: Mitglied des Finanzwissenschaftlichen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik
- seit 2023: Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Privates
Katharina Wrohlich ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.[5]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Prof. Dr. Katharina Wrohlich. DIW, abgerufen am 12. Januar 2026.
- ↑ Sabine Möller: Dr. Katharina Wrohlich: "Teilzeit ist für Frauen ein Karrierekiller". In: Chef:innensache. 8. Mai 2019, abgerufen am 12. Januar 2026.
- ↑ Frauen in Führung: Interview mit Prof. Dr. Wrohlich. In: Innovative Frauen im Fokus. Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., 3. Juni 2024, abgerufen am 12. Januar 2026 (deutsch).
- ↑ Jana Scholz: Gender Gaps – Die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Katharina Wrohlich über Ungleichheiten am Arbeitsmarkt. In: Portal Wissen. Universität Potsdam, 13. Oktober 2022, abgerufen am 12. Januar 2026 (deutsch).
- ↑ Tina Groll: Katharina Wrohlich: »Nicht einmal ein Schock wie die Pandemie ändert etwas an den verfestigten Rollenmustern«. In: Die Krise der Mütter. Joachim Herz Stiftung, 2022, abgerufen am 12. Januar 2026.