Katastralgemeinde St. Martin am Silberberg

St. Martin am Silberberg (Katastralgemeinde)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Hüttenberg
Koordinaten 46° 59′ 24″ N, 14° 33′ 15″ Of1
Fläche d. KG 18,42 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeindenummer 74126
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

Die Katastralgemeinde St. Martin am Silberberg ist eine von acht Katastralgemeinden der Gemeinde Hüttenberg im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Sie hat eine Fläche von 1.841,75 ha (Stand 31. Dezember 2023[1]) und umfasst somit 14 % der Fläche der Gemeinde Hüttenberg. Am 1. Jänner 2024 lebten in der Katastralgemeinde 64 Personen, das entsprach 5 % der Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde.[2]

Die Katastralgemeinde gehört zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt.

Lage

Die Katastralgemeinde liegt im Nordosten des Bezirks St. Veit an der Glan, am Nordrand der Gemeinde Hüttenberg. Sie grenzt auch an zwei in der Steiermark liegende Katastralgemeinden, nämlich an Noreia (Gemeinde Mühlen) im Norden und an Lavantegg (Gemeinde Obdach) im Nordosten. Ansonsten ist sie in die Gemeinde Hüttenberg eingebettet und grenzt dabei im Osten an die Katastralgemeinde St. Johann am Pressen, im Südosten an die Katastralgemeinde Zosen, an der Südspitze an die Katastralgemeinde Hüttenberg und im Westen an die Katastralgemeinde Unterwald. Die Katastralgemeinde erstreckt sich über eine Höhenlage von 814 m ü. A. an der Görtschitz an der Südspitze der Katastralgemeinde bis zu 1841 m ü. A. auf der Zanitzenhöhe, einem Ausläufer des Zirbitzkogels, am Nordostrand der Katastralgemeinde.

Ortschaften

Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde St. Martin am Silberberg liegt die Ortschaft St. Martin am Silberberg.

Vermessungsamt-Sprengel

Die Katastralgemeinde gehört seit 1. Jänner 1998 zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt. Davor war sie Teil des Sprengels des Vermessungsamtes St. Veit an der Glan.

Geschichte

Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Kärntner Steuergemeinden (später: Katastralgemeinden) gebildet und Steuerbezirken zugeordnet. Die Steuergemeinde St. Martin wurde Teil des Steuerbezirks Silberberg.

Im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 wurden in Kärnten die Steuerbezirke aufgelöst und Ortsgemeinden gebildet, die jeweils das Gebiet einer oder mehrerer Steuergemeinden umfassten. Die Steuer- bzw. Katastralgemeinde St. Martin wurde Teil der Gemeinde St. Martin am Silberberg. Die Größe der Katastralgemeinde wurde 1849 mit 3200 Österreichischen Joch und 1481 Klaftern (ca. 1842 ha, also die heutige Fläche) angegeben; damals lebten 287 Personen auf dem Gebiet der Katastralgemeinde.[3] 1865 wurde die Gemeinde St. Martin am Silberberg aufgelöst; die Katastralgemeinde kam zur Gemeinde Hüttenberg. In den 1920er-Jahren wurde die Gemeinde St. Martin am Silberberg wiederhergestellt. Im Zuge der Gemeindestrukturreform wurde die Katastralgemeinde 1973 neuerlich an die Gemeinde Hüttenberg angeschlossen.

Die Katastralgemeinde St. Martin am Silberberg gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Althofen. Von 1854 bis 1868 gehörte sie zum Gemischten Bezirk Althofen. Seit der Reform 1868 ist sie wieder Teil des politischen Bezirks St. Veit an der Glan, zunächst als Teil des Gerichtsbezirks Althofen, ab 1872 als Teil des Gerichtsbezirks Eberstein, und seit dessen Auflösung 1978 als Teil des Gerichtsbezirks Sankt Veit an der Glan.

Persönlichkeiten

  • Kilian Schauß (1909–1942), Bäcker und Holzarbeiter, Widerstandskämpfer, ermordet im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee

Einzelnachweise

  1. Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 01.01.2024 nach Katastralgemeinden.
  3. Landes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 26.