Kasing Lung

Kasing Lung (* 1972 in Hongkong) ist ein Illustrator und Designer aus Hongkong.[1][2]

Leben

Lung wurde Dezember 1972 in Hongkong geboren. Seine Verwandten waren indigene Einwohner des Ortes Yuen Long. 1979 migrierten seine Eltern nach Utrecht in den Niederlanden, wo sie ein chinesisches Restaurant betrieben. Seine Eltern seien mit dem Betrieb des Restaurants viel beschäftigt gewesen, dennoch gab es für ein Kind nicht viel zu tun. Einen Gameboy oder einen Fernseher habe er nicht gehabt. Lediglich ein paar VHS mit Cartoons. Diese habe er immer wieder geschaut und sich letzten Endes für das Zeichnen und das Schreiben von Geschichten begeistert.[3][4]

Später studierte und arbeitete er in Belgien, wo er der erste chinesische Künstler wurde, der eine nationale Preisauszeichnung für Illustration erhielt. Nach dem Studium zog er zurück nach Hongkong. Er hat Ateliers in Belgien und Hongkong.[5]

2015 stellte er Labubu vor. Das kleine Plüschtürmonster wurde 2025 zu einem viralten kulturellen Pop-Phänomen.

2025 wurde Lung zum künstlerischen Leiter der dritten Ausgabe der ComplexCon Hong Kong 2026 ernannt, einer Messe für Jungendkultur in Hongkong.

Werk

2015 stellte er Labubu vor. Labubu ist eine kleine Kreatur, die durch keltische Folklore inspiriert ist. Insbesondere für alte nordeuropäische Volksmärchen habe sich Kasung begeistert.[6] Das Wort Labubu hat keine Bedeutung. Labubu sei eine "Monsterelfe". Das erste Mal traten die Labubus in seiner Kinderbuchreihe "The Monsters" auf.[7] In seiner Kinderbuchreihe ist Labubu ein Mädchen mit schelmischem Grinsen, aber gutem Herzen.[8] Ein Labubu bringe Glück und Unglück. Vier Jahre später unterschrieb er einen Linzenzvertrag mit dem Spielzeugwarenhersteller Pop Mart. Diese Partnerschaft ermöglichte die Produktion und Vermarktung von Labubu und erreichte globalen Erfolg. Berühmte Persönlichkeiten wie Rihanna, Dua Lipa und Lisa von Blackpink wurden mit Labubus gesichtet.[5]

2019 stellte der chinesische Hersteller Pop-Mart die Figuren her.[9] Inzwischen gibt es Labubus in vielen Varianten, auch in Coca-Cola oder McDonalds-Versionen.[10]

Im November 2025 gab Sony bekannt, einen Animationsfilm mit Labubus produzieren zu wollen.[11]

Veröffentlichungen

  • The Story Of Puca. How2work, Hong Kong 2025, ISBN 978-986-306-120-5.
Commons: Kasing Lung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kasing Lung: Der Mann hinter dem Labubu-Hype. In: China Table. 23. Juni 2025, abgerufen am 11. November 2025.
  2. Elisabeth Schmidt: Labubu: Was es mit den schnell ausverkauften Hype-Monstern auf sich hat. In: zdf heute. Zweites Deutsches Fernsehen, 19. Juli 2025, abgerufen am 11. November 2025.
  3. Bryan Yambao in conversation with Kasing Lung, the creative force behind Labubu. In: Perfect. Abgerufen am 15. November 2025 (britisches Englisch).
  4. Labubus lassen die Kassen klingeln. Abgerufen am 21. November 2025 (Schweizer Hochdeutsch).
  5. a b Peigi Mackillop: Kasing Lung: The Artist Behind the Internet’s Favourite Monster, Labubu. In: TheArtGorgeous - Making the art world accessible. 6. Mai 2025, abgerufen am 11. November 2025 (englisch).
  6. Knut Benjamin Pißler: Die Entwicklung des chinesischen Kapitalmarktrechts im Jahr 2004: Großbaustelle mit Brandherden. In: Zeitschrift für Chinesisches Recht. Band 12, Nr. 3, 1. Juli 2005, ISSN 2366-7125, S. 196–217, doi:10.71163/zchinr.2005.196-217.
  7. Großer Labubu-Diebstahl in Kalifornien. In: deutschlandfunkkultur.de. 25. August 2025, abgerufen am 11. November 2025.
  8. Labubu-Hype: Riesiges Labubu im Hafen von Hongkong. 26. Oktober 2025, abgerufen am 21. November 2025.
  9. Handelsblatt. Abgerufen am 18. November 2025.
  10. Labubu-Hype: Diese 7 Dinge sollten man über den Trend wissen. 25. Juni 2025, abgerufen am 21. November 2025.
  11. Labubu landet auf der Leinwand: Sony plant einen Film zum Trend-Plüschtier. 17. November 2025, abgerufen am 18. November 2025.