Karlheinz Urban
Karlheinz Urban (* 26. April 1915 in Schweidnitz, Landkreis Schweidnitz, Provinz Schlesien; † 1. Januar 1994 in Witten) war ein deutscher Bildhauer, Maler und Schriftsteller.[1]
Leben
Karlheinz Urban ist in Brieg aufgewachsen. Seine Gärtner-Lehrzeit und Wanderjahre führten ihn durch Schlesien und Pommern. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er nach Witten an der Ruhr. Erste künstlerische Arbeiten unternahm er 1962 in Form von keramischen Testversuchen.
Nach mehreren Studienaufenthalten in Salzburg besuchte er die Sommerakademie für bildende Künste in Salzburg 1963 und 1967 bei Oskar Kokoschka, Alfred Hrdlicka, Heinrich Kirchner und anderen namhaften Künstlern. Erste Ausstellung 1966 in Goslar, 1968 in Bad Godesberg sowie in der Folge in weiteren Städten, u. a. in Osnabrück, Köln, Witten, Regensburg und international in Tokio und Hiroshima. Für das Atombombenmuseum in Hiroshima erstellte er das Triptychon „Hiroshima“. Er war Mitglied und Professor der Academie Sogetsu-ryu in Tokio.[2]
Seit 1967 Arbeiten in verschiedenen Stahltechniken und Symbiosen von Malerei und Stahl. Plastiken in Ton, Stahl, Beton, Naturstein und Bronze. 1974 wurde er auch durch ein Preisausschreiben bekannt, an dem sich namhafte deutsche Autoren mit Gedichten zu Stahlplastiken Urbans beteiligten.[3]
Veröffentlichungen
- „Das betroffene Metall“, 1975, Dokumentation eines literarischen Wettbewerbs zum Thema „Das betroffene Metall“, Scherpe Verlag Krefeld, 1975, ISBN 3-7948-0168-7
- „Liebe will Liebe sein“, 1978, Dokumentation eines literarischen Wettbewerbs zum Thema „Zwei Menschen“. Verlag Der Steg im Kreise der Freunde, Dülmen, 1978, ISBN 3-921 446-94-5
- „Im Goldgrund des Seins“, 1979, GHM-Verlag Bonn, ISBN 3-88586-080-5
- „Doch die Rose ist mehr“, Dokumentation eines literarischen Wettbewerbs zum Thema „Die Rose“. Witten 1980/81 – Bundesverlag Witten, ISBN 3-8137-9000-2
- Unterwegssein mit Dir (dir), Plastiken, Bilder, Gedichte. Morstadt Verlag, Kehl 1984, ISBN 978-3-88571-110-0
- mit Rita Reiners: archaische vision: Zwiegespräch in Wort und Form. Scherpe, Krefeld 1975, ISBN 978-3-7948-0165-7
- „Soli Deo Gloria“. Gedichte und Bilder. Dokumentation eines literarischen Wettbewerbs zum Thema „Gott allein die Ehre“, 1984/85, Morstadt Verlag Kehl 1985, ISBN 3-88571-126-5
Weblinks
- Urban, Karlheinz, Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
- Urban, Karlheinz, Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
- „Karlheinz Urban – Gedichte“, Youtube
- Aufsatz im Deutschen Ärzteblatt
Einzelnachweise
- ↑ Das betroffene Metall: Plastiken von Karlheinz Urban; Dokumentation e. literarischen Wettbewerbs. Scherpe, Krefeld 1975, ISBN 978-3-7948-0168-8.
- ↑ Karlheinz Urban: Im Goldgrund des Seins: Plastiken - Bilder - Gedichte; Dokumentation eines späten Beginns. GHM-Verl, Bonn 1976, ISBN 978-3-88586-080-8.
- ↑ Urban, Karlheinz – Kulturstiftung. Abgerufen am 9. Januar 2026.