Karlheinz Rebel
Karlheinz Rebel (* 13. April 1923 in Boxberg/Baden; † 12. Oktober 2017)[1] war ein deutscher Pädagoge und Hochschullehrer.[2]
Leben und Wirken
Karlheinz Rebel studierte nach seiner Reifeprüfung 1942 und dem Militärdienst im Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1949 Germanistik, Geschichte und Anglistik an der Universität Heidelberg und trat nach den beiden Staatsexamen 1949 bzw. 1951 zunächst bis 1965 in den Schuldienst als Gymnasiallehrer. Von 1965 bis 1966 versah er Lehraufträge an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin. Im Jahre 1966 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am neu gegründeten Deutschen Institut für Fernstudienforschung (DIFF) in Tübingen[3], dessen stellvertretender Direktor er 1971 wurde. 1979 übernahm er dort das Amt des geschäftsführenden Direktors, 1985 wurde er Direktor und trat 1988 in den Ruhestand. 1979 ernannte ihn die Eberhard Karls Universität Tübingen zum Honorarprofessor für Erziehungswissenschaft, nachdem er 1975 an dieser Universität bei Andreas Flitner nach einem Zweitstudium der Erziehungswissenschaft zum Dr. er. soc. promoviert hatte.[4]
In seinen Veröffentlichungen beschäftigter sich Rebel vor allem mit Fragen der modernen Schulpädagogik, der Didaktik, Lehrerbildung und dem Fernstudium.
Für seine Verdienste im Fach Erziehungswissenschaft wurde ihm 1988 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- (Hrsg.): Texte zur Schulreform. Theorie der Bildung, Organisation der Schule, Ausbildung der Lehrer (= Pädagogische Provokationen, Bd. 1). Beltz, Weinheim 1966.
- (Bearb.): Zwang, Autorität, Freiheit in der Erziehung. Texte zum Autoritätsproblem (= Kleine pädagogische Texte, Bd. 41). Beltz, Weinheim 1967.
- (Hrsg., mit Robert Ulshöfer): Gymnasium und Sozialwissenschaften. Wege zur Demokratisierung der Schule. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968.
- (Bearb.): Individualisierte Lernprozesse – Korrespondenzstudium und Lehrerausbildung in den USA. Zwei Bände (= Tübinger Beiträge zum Fernstudium, Bd. 2,1 u. 2,2). Beltz, Weinheim 1969/1971.
- Studien zur Didaktik und zu Medienproblemen des Fernstudiums. Zugleich ein Beitrag zur Lehrerbildung durch Fernstudium (= Studien und Berichte zum Fernstudium im Medienverbund, Bd. 8). Dt. Inst. für Fernstudien an der Univ. Tübingen, Tübingen 1975 (= Dissertation Universität Tübingen).
- Erziehung in der Familie. Das Begleitbuch zur Fernsehserie "Montagskinder" des Südwestfunks in sechs Sendungen für die Einzel- und Gruppenarbeit. Beltz, Weinheim 1995, ISBN 3-407-85712-8.
- Lernkompetenz entwickeln – modular und selbstgesteuert. Schroedel, Braunschweig 2008, ISBN 978-3-507-71211-9.
- Heterogenität als Chance nutzen zu lernen. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2011, ISBN 978-3-7815-1722-6.
Außerdem zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften und Sammelbänden.
Weblinks
- Literatur von und über Karlheinz Rebel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
Einzelnachweise
- ↑ Holger Hammerich: Nachruf auf Karlheinz Rebel. In: Comenius-Institut (CI-Info, Ausgabe 1/2018), S. 10 (abgerufen am 13.10.2025).
- ↑ Karlheinz Rebel. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online (abgerufen am 13. Oktober 2025).
- ↑ Aus Politik und Zeitgeschichte, Jg. 1969, H. 11 vom 5. März 1969 (Autorenverzeichnis: Karlheinz Rebel, abgerufen am 13. Oktober 2025).
- ↑ Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Tübingen 1975.