Karl von Esch
Karl Edler von Esch (* 28. Dezember 1823 in Agram; † 26. Oktober 1899 in Wien) war k.u.k. Feldmarschall-Lieutenant und zuletzt Festungskommandant von Essegg.
Leben
Esch war der Sohn eines Oberst und kam am 5. Oktober 1837 als Kadett in das Infanterie-Regiment Nr. 58 (Erzherzog Stefan). Er erhielt seine Ausbildung in der Olmützer Kadettenkompanie und wurde von dort am 15. Oktober 1840 in das Infanterie-Regiment Nr. 8 (Erzherzog Ludwig) versetzt. Am 16. Dezember 1840 wurde er zum k.k. Kadett ernannt und am 26. Februar 1842 wieder in das Infanterie-Regiment Nr. 58 versetzt. Dort wurde er nun am 1. Januar 1843 Leutnant n.G., am 26. Oktober 1846 Leutnant h.G. und am 27. Juli 1848 Oberleutnant. In dieser Zeit wurde er als Lehrer an der Kadettenschule eingesetzt sowie als Bataillons- und Divisions-Adjutant. Wegen seiner Qualifikation wurde er auch Lehrer des Infanteriedienstes bei den Erzherzögen Ferdinand Max und Carl Ludwig.
Er nahm am Feldzug von 1848/49 in Ungarn teil und wurde am 30. Dezember 1849 zum Hauptmann 2. Klasse ernannt. Am 10. September 1852 wurde er Hauptmann 1. Klasse und am 23. Juni 1859 dann Major. Als solcher war er am Feldzug von 1859 beteiligt. Am 27. Dezember 1859 kam er in das neuerrichtete Infanterie-Regiment Nr. 71 (Toskana). Von dort wurde er am 10. März 1862 in das Infanterie-Regiment Nr. 44 (Erzherzog Albrecht) versetzt und am 11. Juni 1866 zum Oberstleutnant befördert. Er machte auch den Krieg von 1866 mit und wurde am 1. Mai 1869 Oberst und Reservekommandant. Am 1. November 1871 wurde er als Kommandant in das Infanterie-Regiment Nr. 20 versetzt und kam von dort am 27. Juni 1876 als Kommandant zur 5. Infanterie-Brigade nach Linz. Am 1. November 1876 wurde er zum Generalmajor befördert und am 21. August 1878 als Festungskommandant nach Essegg versetzt. Dort wurde er am 1. April 1880 mit dem Charakter als Feldmarschall-Lieutenant in den Ruhestand versetzt.
Er ging mit der Familie nach Wien, wo er unter Hinterlassung einer Witwe und zweier Töchter Emma und Rosa nach schwerer Krankheit starb. Die Tochter Valerie war seit 1890 mit dem damaligen Oberstleutnant Eduard Pierer verheiratet.[1]
Karl Edler von Esch war Träger des Ordens der Eisernen Krone 3. Klasse, der Kriegs-Medaille, des Offiziersdienstzeichen 1. Klasse und des preußischen Roten Adlerorden 2. Klasse.
Literatur
- Illustrierte Militärpost, Band 1, 1899, S. 6