Karl Walz (Politiker, 1884)
Karl Walz (* 30. April 1884 in Speyer; † 27. November 1953 in Epe (Westfalen)) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).
Leben
Karl Walz wurde als Sohn des Versicherungsinspektors Georg Walz geboren und machte nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums Speyer (Obersekundareife) von 1902 bis 1904 eine kaufmännische Ausbildung in Gronau (Westf.). Anschließend leistete er seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger und ging als Angestellter nach Antwerpen. Nach zweijähriger Tätigkeit wurde er Firmenvertreter an der Bremer Baumwollbörse und ließ sich 1910 als selbständiger Baumwollvertreter im westfälischen Epe nieder.
Walz betätigte sich politisch und wurde zum 1. April 1931 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 509.758 Ortsgruppe Gronau), wo er Ortsgruppenleiter wurde. Im Oktober 1932 wurde er NSDAP-Kreisleiter im Kreis Ahaus, wo sechs Ortsgruppen etabliert waren.[1] Walz blieb bis Anfang 1934 im Amt, mit dem die Mitgliedschaft im Ahauser Kreistag und Kreisausschuss verbunden war. 1933 kandidierte er für den Preußischen Landtag und wurde in dem Jahr Bürgermeister in Epe. Im Januar 1934 wurde er zur Durchführung besonderer Aufgaben zur Organisationsabteilung der Gauleitung abgeordnet und war dort von Februar 1935 bis Oktober 1935 Gaustellenleiter des Gaus Westfalen-Nord. Nach dem Krieg wurde er im Lager Recklinghausen interniert und im Entnazifizierungsverfahren am 8. Juni 1948 ohne Beteiligung des Ausschusses in die Kategorie IV a (Mitläufer) eingestuft. Seinen Lebensunterhalt verdiente er fortan als selbständiger Vertreter.
Mitgliedschaften
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 204 (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Die Hoheitsträger der NSDAP; Gau Westfalen-NordDigitalisat