Karl Thiemann (Grafiker)
Karl Thiemann (* 1. Januar 1925 in Marke) ist ein deutscher Gebrauchsgrafiker.
Leben und Werk
Thiemann absolvierte von 1939 bis 1942 eine Lehre als Kunst- und Bauschlosser. Er wurde dann zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Zweiten Weltkrieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft.
Von 1961 bis 1964 studierte er an der Fachschule für angewandte Kunst Erfurt. Danach arbeitete er in Dessau freischaffend als Gebrauchsgrafiker. Seine Hauptarbeitsgebiete waren Wirtschaftswerbung für volkseigene Betriebe wie der Entwurf von Firmenzeichen, Prospekten oder Etiketten sowie Ausstellungsgrafik.
1958 beteiligte er sich mit dem Bild Frieden[1] in Berlin an dem von der Sektion Gebrauchsgraphik des Verbands Bildender Künstler Deutschlands (VBK) ausgerufenen Kunstwettbewerb Frieden der Welt.[2] Die ausgewählten Werke wurden als Großplakate auf den Wänden des U-Bahnhofs Alexanderplatz ausgestellt.
Thiemann betätigte sich in der DDR und nach der deutschen Wiedervereinigung auch als grafischer Gestalter von Katalogen und von Büchern und Broschüren zu regionalen Themen.
Thiemann war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1958 bis 1968: Dresden, IV. bis VI. Kunstausstellung der DDR
- 1962, 1974 und 1979: Halle (Saale), Bezirkskunstausstellungen
- 1985: Berlin, Berliner Stadtbibliothek („Marken und Zeichen aus der DDR“)
Literatur
- Hellmut Rademacher (Einführender Text): Gebrauchsgrafik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, Herausgeber Verband Bildender Künstler der DDR, 1975, S. 347
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 950/951
Einzelnachweise
- ↑ Karl Unbekannter Fotograf; Thiemann: Frieden der Welt ("Frieden"). 1958, abgerufen am 4. Oktober 2025.
- ↑ U2 Alexanderplatz. Abgerufen am 4. Oktober 2025.