Karl Maulik von Kromauheim
Karl Johann Maulik Edler von Kromauheim (* 24. Juni 1860 in Mährisch-Kromau;[1] † 13. Mai 1934[2] in Mährisch-Kromau) war ein k.u.k. Generalmajor und Titular-Feldmarschallleutnant.
Leben
Karl Maulik war der Sohn des Sattlermeisters Karl Maulik und seiner Frau Anna, geborene Knotek, aus Mährisch Kromau. Er war das dritte Kind von sechs. Als Karl acht Jahre alt war, verstarb seine Mutter Anna. Daraufhin ging sein Vater am 10. November 1868 eine zweite Ehe mit der ledigen Rosalia, geborene Kohacek aus Ribnik, ein. Aus dieser Ehe gingen zwei weitere Kinder hervor.
Nach Schule und Mitarbeit im Sattlerbetriebes seines Vaters trat er als Offiziersanwärter in die k.u.k. Armee ein. Nach Abschluss der Kadettenschule in Wien wurde Maulik am 1. Mai 1879 zum Leutnant befördert und zum k.k. Infanterieregiment Constantin Großfürst von Russland Nr. 18 versetzt. 1883 bis 1888 diente Maulik als Leutnant und Oberleutnant im k.u.k. Infanterieregiment von Rummer Nr. 98 in Josephstadt und anschließend bis 1893 im k.k. Landwehr-Bataillon Olmütz Nr. 15. Dort wurde er zum 1. Mai 1891 Hauptmann. Nach nur einem Jahr im k.k. Landwehr-Bataillon Czortków Nr. 69 wurde er 1895 zum k.k. Landwehr-Infanterieregiment Stanislau Nr. 20 versetzt. 1901 bis 1910 war er als Major und Oberstleutnant Bataillonkommandant bei k.k. Landwehr-Infanterieregiment Budweis Nr. 29. Zum 1. November 1910 wurde er Oberst und übernahm 1911 das Regiment als Kommandant. 1914 wurde er zum k.k. Landwehrkommando in Leitmeritz kommandiert.
Im August 1914 übernahm er nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges das Kommando über die k.k. 36. Landsturminfanterie-Brigade. Diese wurde bis Dezember 1914 im Raum Lublin und Krakau eingesetzt und im Dezember 1914 aufgelöst. Zum 1. November 1914 wurde er zum Generalmajor befördert. Später war er Vorsitzender der Beschwerdekommission in Wiener Neustadt.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte er im Ruhestand in seiner mährischen Heimatstadt und engagierte sich im örtlichen Verschönerungsverein.
Für seinen Kriegseinsatz wurde Maulik am 13. Februar 1915 mit dem Orden der Eisernen Krone 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und dem preußischen Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Nach seiner in Ruhestandsetzung erhielt er 1916 die preußische Rote-Kreuz-Medaille II. und III. Klasse sowie 28. August 1916 das Komturkreuz des Franz-Joseph-Ordens mit der Kriegsdekoration.
Am 13. März 1917 wurde Maulik als Edler von Kromauheim vom Kaiser in den Adelsstand erhoben und am 14. Juli 1918 zum Titular-Feldmarschallleutnant ernannt.
Maulik war römisch-katholisch und verehelichte sich am 28. September 1891 in der Pfarrkirche Grulich mit Elisabeth Hartmann (* Ratibor Oktober 1861; † Mährisch Kromau 1. August 1941). Beider Sohn Walter Maulik Edler von Kromau wurde am 9. Juli 1892 in Olmütz geboren und war 1918 Oberleutnant.
Auszeichnungen (Auswahl)
- Militärdienstzeichen für Offiziere 3. Klasse
- Militärverdienstmedaille am roten Bande
- Jubiläumsverdienstmedaille für die bewaffnete Macht[3]
- Komturkreuz des Franz-Joseph-Ordens mit der Kriegsdekoration („in Anerkennung für im Kriege und im Frieden geleistete vorzügliche Dienstleistung“)[4]
Literatur
- Die Toten der Jahre 1934 1935. In: Wilfried Brosche, Eduard Kaiser (Hrsg.): Sudetendeutsches Jahrbuch 1936. 3. Folge, 3. Band, Ed. Kaiser Verlag, Großschönau Sa. 1936, S. 167.
- Antonis Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1916–1918. Österreichisches Staatsarchiv, Wien Juni 2007, S. 115.
Einzelnachweise
- ↑ Geburts- und Taufeintrag in der Pfarrmatrik Moravský Krumlov. Abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ Sterbeeintrag in der Pfarrmatrik Moravský Krumlov. Abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ 29. Landwehrinfanterieregiment Budweis. In: Schematismus der K. K. Landwehr und der K. K. Gendarmerie der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. Hof und Staatsdruckerei, Wien 1908, S. 322 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ Erwin Engel: Krakauer Zeitung : zugleich amtliches Organ des K. U. K. Festungs-Kommandos. Nr. 247. Drukarnia Ludowa, 1916, S. 4, rechte Spalte oben (Textarchiv – Internet Archive).