Karl Ludwig Klöber

Karl Ludwig von Klöber und Hellscheborn (auch Karl Ludwig von Klöber oder Carl Ludwig von Kloeber; getauft 11. Februar 1739 in Reichenbach (Pfalz); † 4. Juni 1795 in Breslau) war ein deutscher Historiker und Verwaltungsbeamter.

Leben

Klöber war Sohn eines Gerichtsschöffen und wurde in der Pfalz geboren. In der älteren Literatur wird mitunter fälschlich die Schweiz als seine Herkunft angegeben. Seine frühe Ausbildung ist nicht bekannt. Er wurde Hofmeister bei Friedrich Wilhelm Graf von Schlabrendorf, den er von 1763 bis 1765 auf einer Reise nach England begleitete. Er veröffentlichte daraufhin 1780 im Deutsches Museum die Auszüge aus den Briefen eines reisenden Engländers. 1765 waren beide zum Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Halle immatrikuliert.

Klöber wurde 1766 als Kriegs- und Domänenrat in den schlesischen Staatsdienst aufgenommen. 1792 wurde ihm der Titel eines Geheimen Rats und das Amt des dritten Kammerdirektors verleihen. 1794 steig er zum zweiten Kammerdirektor auf, außerdem wurde er Zensor. In dieser Position blieb er bis zu seinem Tod.

Klöbers Hauptwerk ist Von Schlesien Vor Und Seit Dem Jar MDCCXXXX. Dieses zeichnet sich unter anderem durch die von Klöber verfochtene Rechtschreibung aus, die sich an der Aussprache orientierte. In einem Beitrag im Deutschen Museum 1782 führt er dies auf Benjamin Franklin zurück.

Der Maler August von Kloeber war sein Sohn.

Werke (Auswahl)

  • Etrennes Pour Les Dames, Korn, Breslau 1768, 1773 und 1774.
  • Von Schlesien Vor Und Seit Dem Jar MDCCXXXX. 2 Bände, Freiburg (=Breslau) 1785 (2. Auflage 1788).

Literatur