Carl Julius von Klinggraeff

Carl Julius Meyer von Klinggraeff oder Klinggräff (auch Karl Julius Meyer von Klinggräff; * 23. April 1809 in Klein Watkowitz, Stuhm, Königreich Preußen; † 26. März 1879 in Paleschken, Stuhm) war ein deutscher Botaniker. Sein botanisches Autorenkürzel ist „C.Klinggr.“.

Leben

Klinggräff war Sohn eines westpreußischen Gutsbesitzers Carl Heinrich von Klinggräff und stammte aus dem mecklenburgischen Adelsgeschlecht Klinggräff. Er wurde, nachdem er zunächst Privatunterricht erhalten hatte, 1822 an das Gymnasium in Elbing aufgenommen, wechselte aber an das Collegium Fridericianum in Königsberg in Preußen. Dort erhielt er 1828 das Reifezeugnis. Anschließend widmete er sich an der Universität Königsberg dem Studium der Medizin. Dort wurde er 1832 mit der Dissertation De carie vertebrarum zum Dr. med. et chir. promoviert. 1833 bestand er das medizinische Staatsexamen. Nach einer Reise nach Agram, die er neben botanischen Studien dazu nutzte, die Botaniker Bartolomeo Biasoletto (1773–1858), Friedrich Wilhelm Noë und Mutius von Tommasini kennenzulernen, ließ er sich 1834 als praktischer Arzt in Marienwerder nieder.

Klingräff heiratete 1836 und kam so auf das Gut Paleschken im Kreis Stuhm. Er entschied sich, das Gut selbst zu bewirtschaften, und schloss daraufhin seine Praxis in Marienwerder. Er unternahm mehrere Reisen, um botanische Studien zu betreiben, so unter anderem in die Schweiz, nach Österreich und nach Italien. In dieser Zeit trat er auch vermehrt schriftstellerisch in Erscheinung. Er starb unerwartet an einem Herzinfarkt.

Klingräff war Mitglied der Naturforschenden Gesellschaft in Danzig und auch deren Vorsitzender. 1878 ging dieses Amt an seinen Bruder Hugo Erich Meyer von Klinggräff über. Außerdem war er Mitgründer einer botanischen Vereinigung in Elbing.

Werke (Auswahl)

  • Zur Pflanzengeographie des nördlichen und arktischen Europas, Levysohn, Marienwerder 1875 (2. Aufl. 1878).
  • Flora von Preussen: Die in der Provinz Preussen wild wachsenden Phanerogamen nach natürlichen Familien geordnet und beschrieben, 3 Bände, Baumann/Levysohn, Marienwerder 1848–1866.

Literatur