Karl Friedrich Wilhelm Meuß
Karl Friedrich Wilhelm Meuß (auch Meuss) (geb. 12. Juni 1786 in Krusemark; gest. 23. Mai 1875 in Frankfurt (Oder)) war ein preußischer Jurist, Oberregierungs- und Landrat.
Leben
Von 1801 bis Ostern 1804 besuchte er das Pädagogium zum Kloster Unserer Lieben Frauen in Magdeburg. Im Anschluss studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Frankfurt (Oder) und an der Universität Halle. Nach Ende seines Studiums wurde er in Frankfurt (Oder) am 29. April 1807 Auskultator. Dort nahm er nachfolgend auch eine Stelle als Referendar an. 1809 wurde er Syndikus der Stadt Rathenow. Zwischen 1813 und 1816 führte er als städtischer Abgeordneter alleinig die Geschäfte im Landwehrausschuss, sowohl für den havelländischen Kreis, als auch für Potsdam und Brandenburg.
Im April 1816 wurde er auftragsweise mit der Verwaltung der vormals sächsischen Teile des Jüterborger und Luckenwaldescher Kreises betraut. 1817 wurde er dann erster Landrat im neugeschaffenen Landkreis Jüterbog-Luckenwalde. Den Posten als Landrat übte er bis zum Jahr 1828 aus, Nachfolger wurde Julius Leberecht Hauschteck. Anschließend war er zunächst als Regierungsrat in Frankfurt (Oder) tätig. Nachdem er am 30. Mai 1839 mit dem Charakter Oberregierungsrat ausgezeichnet wurde, leitete er als Dirigent die Abteilung für Kirchen- und Schulwesen. Zum 1. Juli 1864 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Familie
Karl Friedrich Wilhelm Meuß war seit dem 19. April 1817 in Hohennauen mit Magdalene Charlotte (1798–1865), geb. Naumann, verheiratet. Die beiden Kinder aus dieser Ehe waren:
- Karl Friedrich Wilhelm Adalbert (* in Jüterbog)
- Emma Charlotte Magdalene (* 8. September 1821 in Jüterbog; † 2. August 1885)
Auszeichnungen und Ehrungen
- Eisernes Kreuz am weißen Bande
- 1826: Ehrenbürger von Spremberg
- 1857: Roter Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub und der Zahl „50“ anlässlich seines 50-jährigen Dienstjubiläums
- Ehren-Doktor beider Rechte der Universität Breslau
- Kronen-Orden II. Klasse
Literatur
- Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien. Deutsches Geschlechterbuch (DGB) 1913, Allgemeines Band 25 Gesamtreihe DGB, Hrsg. Bernhard Koerner, Zeichnungen: Ad. M. Hildebrandt, Ed. Lorenz-Meyer, Otto Hupp, C. A. Starke, Görlitz 1913, S. 337.
- Jahrbuch des Pädagogiums zum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg und Einladung zum Schulaktus, Band 62, von Pädagogium zum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, Magdeburg, 1898, Druck und Verlag, E. Baensch jun. in der Google-Buchsuche S. 14
Weblinks
- Rolf Jehke: Landkreis Jüterbog-Luckenwalde. In: territorial.de. 7. Juni 2010, abgerufen am 19. Oktober 2025.