Karl Friedrich August Schelling

Karl Friedrich August Schelling (* 2. August 1815 in München; † 18. August 1863 in Marbach am Neckar) war ein deutscher evangelischer Theologe.[1]

Leben und Wirken

Karl Friedrich August Schelling, ein Sohn des Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, besuchte die Schule in Nürtingen und das Evangelische Seminar in Blaubeuren. Im Jahre 1833 trat er in das Evangelische Stift Tübingen ein und studierte Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Die erste theologische Dienstprüfung legte er dort 1837 ab. Die zweite Dienstprüfung erfolgte 1842. Nach kurzer pfarramtlicher Aushilfstätigkeit in Neckartailfingen 1837 hielt er sich zunächst längere Zeit zu privaten Studien im Elternhaus in München auf.

1840 wurde er Stadtvikar in Stuttgart und arbeitete dann von 1841 bis 1844 als Repetent im Evangelischen Stift Tübingen. 1844 erneut Stadtvikar in Stuttgart, erhielt er 1845 die zweite Pfarrstelle in Weinsberg. Dieses Amt hatte er bis 1855 inne. Im Winter 1856 zog er nach Esslingen am Neckar um und widmete sich (nach dem letzten Willen seines 1854 gestorbenen Vaters) der Herausgabe der sämtlichen Werke von Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling. Im Jahre 1862 übernahm er die Stelle als Dekan in Marbach am Neckar, starb dort jedoch nach nur etwas länger als einjähriger Amtszeit.

Schriften

Literatur

  • Anna-Lena Müller-Bergen/Simone Egidio Satori: Karl Friedrich August Schelling und "die Feder des seligen Vaters". Editionsgeschichte und Systemarchitektur der zweiten Abteilung von F. W. J. Schellings "Sämmtlichen Werken". In: Editio. Internationales Jahrbuch für Editionswissenschaft, Bd. 21 (2007), S. 110–132.
  • Volker Henning Drecoll: Ein Empfehlungsschreiben von Friedrich Wilhelm Josef Schelling für seinen Sohn. In: ders. (Hrsg.): 750 Jahre Augustinerkloster und Evangelisches Stift in Tübingen (= Colloquia historica et theologica, Bd. 3). Mohr Siebeck, Tübingen 2018, S. 237–244, ISBN 3-16-155646-1.

Einzelnachweise

  1. Otto Schmoller: Lebenslauf des den 18. August 1863 verstorbenen Dekan Dr. Schelling. Greiner, Stuttgart 1864 (Volltext); Schelling, Karl Friedrich August. In: Württembergische Kirchengeschichte Online (abgerufen am 8. Dezember 2025).