Karl Ferdinand von Jung
Karl Ferdinand von Jung (auch Karl Ferdinand von Jung auf Ramsenthal und Crottendorf oder Karl Ferdinand Jung; * 1. Februar 1699 in Ansbach; † 2. März 1772 ebenda) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Historiker.
Leben
Jung absolvierte das Gymnasium von Ansbach. Anschließend studierte er zwischen 1716 und 1720 an der Universität Jena und der Universität Halle Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie. 1721 trat er in Brandenburg-Ansbachische Dienste. 1725 wurde er Assessor des fürstlichen Hofratskollegiums in Ansbach, 1730 wirklicher Hofrat und 1732 als solcher Mitdirektor des Geheimen Archivs in Ansbach. Ab dieser Zeit trat er als Schriftsteller in Erscheinung.
Jung wurde 1738 in Ansbach zum wirklichen Konsistorialrat und 1739 zum Vizepräsident des Konsistoriums ernannt. Von 1747 bis 1749 bekleidete er außerdem die Stelle als Geheimer Konferenzrat. Er erhielt 1754 den Titel eines Geheimen Hofrats, bevor er schließlich 1757 wirklicher Geheimer Rat und Konsistorialpräsident in Ansbach wurde.
Werke (Auswahl)
- Kurze doch gründliche Anweisung, Was die Comicia Burggraviae In Nürnberg seye und involvire? : Dann, Was es mit der Hoheit des Kays. Land-Gerichts Burggrafthums Nürnberg vor eine aigentliche Beschaffenheit habe? Samt einer angehängten Genealogia Von denen Durchlauchtigsten Herren Burggrafen, 2 Bände, Lüders, Ansbach 1733–1735.
- Miscellaneorum, 5 Bände, unterschiedliche Verlage und Orte, 1739–1748.
- Grundmäßige Discussion von dem Ausschreib-Amt in den fränckischen Crayß, Messerer, Ansbach 1748.
- Ohnumstößliche Grundveste der Hoheit des Kayserlichen Landgerichts Burggrafthums Nürnberg: Deren Erhabenheit durch zahlreiche vortreffliche Urkunden und vier Hundert und neun und funfzig noch niemahls edirte Documenta, an das Licht gebracht, Auch nach Anleitung solcher, Eine schätzbare Känntnuß des alten teutschen Justiz-Wesens, nicht minder verschiedene wichtige- in das medium aevum und den jüngern Zeit-Punct einschlagende Materien mit gründlicher und voller Uberzeugung vor Augen geleget worden, Messerer, Ansbach 1759.
Literatur
- Clemens Alois Baader: von Jung (Karl Ferdinand). In: Lexikon verstorbener baierischer Schriftsteller des achtzehenten und neunzehenten Jahrhunderts. Band: A–L. Jenisch und Stage, Augsburg [u. a.] 1824, S. 258 f. (online).
- Karl Ferdinand von Jung, auf Ramsenthal und Crottendorf. In: Johann Samuel Ersch, Johann Gottfried Gruber: Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste. 2. Section, 28. Band, Brockhaus, Leipzig 1851, S. 453.
- Siegfried Hänle: Jung, Karl Ferdinand von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 14, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 696 f.