Karl Ernst Schulte
Karl Ernst Schulte (* 16. Mai 1911 in Deilinghofen; † 1. Januar 2001) war ein deutscher Pharmazeut, Lebensmittelchemiker und Hochschullehrer. Er war von 1959 bis 1979 Lehrstuhlinhaber an der Universität Münster.[1]
Leben
Karl Ernst Schulte studierte Pharmazie und Lebensmittelchemie an der Universität München. 1939 wurde er dort mit der Arbeit Zur Anwendung der chromatographischen Adsorptionsanalyse in der Lebensmittelchemie unter der Betreuung von Benno Bleyer promoviert.[2][3] 1941 habilitierte er sich in München mit einer Arbeit zu Leberschädigungen bei Phosphorvergiftung.[4]
Ab Februar 1942 war Schulte als Dozent am Lehrstuhl für Pharmazeutische und Lebensmittelchemie der Universität München tätig.[5] Von 1953 bis 1959 war er Außerordentlicher Professor für Pharmazeutische Chemie an der Freien Universität Berlin.[6]
1959 übernahm er den Lehrstuhl für Pharmazie und Lebensmittelchemie an der Universität Münster als Nachfolger von Hans Paul Kaufmann. Zum Jahreswechsel 1964/1965 wurden der Lehrstuhl geteilt, und es entstanden die beiden Institute für Pharmazeutische Chemie (Leitung: KE Schulte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1979) und für Lebensmittelchemie (Leitung: Ludwig Acker).[7] Zu den Schülern von Schulte gehörte unter anderem der Lehrstuhlinhaber für Pharmazeutische Chemie in Bonn, Gerhard Rücker.
Würdigung
In den 1960er Jahren erreichte Schulte den Neubau eines den damaligen wissenschaftlichen und pädagogischen Erfordernissen angemessenen Pharmazeutischen Instituts. Er unterstützte die Entwicklung des Faches Pharmazeutische Technologie durch Ausgliederung in ein eigenes Institut unter der Leitung von Theodor Eckert.
Karl Ernst Schulte förderte den internationalen wissenschaftlichen Austausch in seinem Fach. In diesem Zusammenhang wurde im 1978 von der brasilianischen Bundesuniversität von Rio Grande do Sul in Porto Alegre der Titel Professor honoris causa verliehen.[8]
Weblinks
- Werke von und über Karl Ernst Schulte im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und über Karl Ernst Schulte in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Publikationen von KE Schulte in PubMed
- Publikationen von KE Schulte in der Wiley Online Library
Einzelnachweise
- ↑ Universität Münster, Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie: Entwicklungsgeschichte der Pharmazeutischen Chemie in Münster/Westf. Abgerufen am 23. Oktober 2025.
- ↑ Karl Ernst Schulte: Zur Anwendung der chromatographischen Adsorptionsanalyse in der Lebensmittelchemie. Berlin 1940 (dnb.de [abgerufen am 24. Oktober 2025] J. Springer).
- ↑ Karl Ernst Schulte: Zur Anwendung der chromatographischen Adsorptionsanalyse in der Lebensmittelchemie: Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Hohen Naturwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München. 1939, ISBN 978-3-662-29453-6 (google.com [abgerufen am 24. Oktober 2025]).
- ↑ Karl Ernst Schulte: Fett- und enzymchemische Studien an der durch Phosphorvergiftung hervorgerufenen Fettleber. o. O 1943 (dnb.de [abgerufen am 24. Oktober 2025]).
- ↑ Dozent Karl Ernst Schulte. In: Universität München, Personenstand 1942, Seite 44
- ↑ Karl-Ernst Schulte. Abgerufen am 24. Oktober 2025 (deutsch).
- ↑ Universität Münster, Institut für Lebensmittelchemie: Geschichte des Instituts. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Karl Ernst Schulte. In: Die Deutsche Universitätszeitung vereinigt mit Hochschul-Dienst, Seite 172. Verlag J. Raabe, 1978 (google.de [abgerufen am 24. Oktober 2025]).