Karl Erdmann von Hanstein

Karl Erdmann von Hanstein (* 31. August 1727 auf Schloss Henfstädt; † 1. August 1804 ebenda) war Hessen-kasselscher Generalleutnant und Gouverneur von Kassel.

Leben

Karl Erdmann von Hanstein entstammte dem Eichsfelder Adelsgeschlecht Hanstein und wurde als Sohn des sächsischen Kammerjunkers Georg Friedrich Hanstein (1684–1728) und dessen Ehefrau Sabine Barbara von Breitenbach (1687–1763) geboren.

1743 trat er in die Dienste der Sachsen-Weimarischen Armee, wurde dort 1747 Fähnrich und wechselte in die Hessen-kasselsche Armee und kam als 1748 Fähnrich in die Leibgarde. 1788 war er als Oberst Chef des ehemaligen 1. Bataillons des 2. Infanterie-Regiments[1] und führte im Jahr darauf ein eigenes Regiment und nahm mit der Truppe am Feldzug gegen Frankreich 1792 teil.

1794 übernahm er das Kommando über die hessischen Truppen bei der Befreiung von Mainz, das 1792 durch die französischen Revolutionstruppen besetzt worden war[2].

Von Hanstein war Stadtkommandant von Kassel.

Familie

Er war mit Sophie Friederike Wolff von Gudenberg (1745–1793) verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Georg Moritz (1765–1840, kurhessischer Oberst[3]), Albertine (1766–1831, ⚭ Karl von Schuler), Wilhelmine (1769–1864, Äbtissin im Stift Obernkirchen), Philippine (* 1771, Stiftsdame in Obernkirchen), Friedrich Karl August (1773–1830, Sachsen-Coburger Hofmarschall), Christiane (1774–1831, Stiftsdame in Obernkirchen), Henriette Karoline (1775–1844) und Antoinette Charlotte (177–1826, ⚭ Karl von Bothmer)[4].

Er starb auf seinem Rittergut und fand in einem Grabmal auf dem Friedhof in Henfstädt seine letzte Ruhestätte[5].

Auszeichnungen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Georg Alt: Das königlich preussische stehende Heer; Kurzgefasste Geschichte seiner sämmtlichen Truppenkörper. 1869 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Hessenland, Zeitschrift für die Kulturpflege des Bezirksverbandes Hessen. 1897 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Gothaisches genealogisches Taschenbuch. 1765 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Staats- und gelehrte Zeitung der Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten mit allergnädigster Kayserlicher Freyheit. 1804 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Grossherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach, Teil 2, Band 2. 1904 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).