Karl-Heinz Haymann

Karl-Heinz Haymann (* 5. Mai 1952) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang

Haymann spielte in der Jugend beim VfL Leverkusen, für den er als Teenager im oberen Amateurbereich im Erwachsenenfußball debütierte. 1974 wechselte er zu Fortuna Köln, kam dort aber vornehmlich nur in der Amateurmannschaft zum Einsatz. Beim 7:0-Heimsieg über den 1. FC Mülheim debütierte er kurz vor Ende der Zweitligasaison 1974/75 unter Trainer Heinz Hornig in der 2. Bundesliga, als er zehn Minuten nach dem Treffer zum Endstand den Torschützen Roland Hattenberger ab der 84. Spielminute ersetzte. Am vorletzten Spieltag kam er beim 1:0-Heimerfolg über den Tabellenführer Hannover 96 durch einen Treffer von Hans-Peter Backeszu einem weiteren Saisoneinsatz, erneut wurde er für den Torschützen eingewechselt.

Im Sommer 1975 wechselte Haymann innerhalb der Nordstaffel der 2. Bundesliga zur SG Union Solingen. Hier entwickelte er sich im Lauf der Spielzeit 1975/76 unter Spielertrainer Horst Stockhausen zum Stammspieler. Nach einem Trainerwechsel zu Herbert Burdenski nach einer Serie von zehn Spielen, in denen nur ein Sieg gelang, im März 1976 rückte er kurzzeitig ins zweite Glied, konnte sich aber den Stammplatz zurückerobern und schaffte mit der Mannschaft nach insgesamt 31 Saisoneinsätzen den Klassenerhalt. Unter Neutrainer Norbert Wagner war er zu Beginn der folgenden Saison wieder zweite Wahl, konnte sich aber im Herbst wieder in die Startformation spielen. Im November des Jahres musste dieser auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierend auf Drängen der Mannschaft den Hut nehmen.[1] Interimistisch übernahm Abwehrspieler Edgar Evenkamp und anschließend Hermann Eppenhoff die Mannschaft. Weitgehend Stammspieler erzielte Haymann sieben Saisontoren, dennoch reichte es am Ende nur zum vorletzten Platz der Nordstaffel − beim 4:3-Auswärtssieg beim späteren Schlusslicht VfL Wolfsburg erzielte er zwei Jokertore, dabei war er zur Halbzeitpause in der Kabine eingeschlossen worden und kam so bei seiner Einwechslung verspätet aufs Feld.[2] Während der Klub von den Lizenzverweigerungen der Konkurrenz profitierte und in der Liga blieb, verließ Haymann nach 61 Zweitligapartien und neun -treffern nach zwei Spielzeiten den Klub.

Haymann heuerte im Sommer 1977 beim Ligakonkurrenten Alemannia Aachen an. Auch verletzungsbedingt konnte er sich hier nicht dauerhaft als Stammspieler etablieren. Nach zwanzig Ligapartien im ersten Jahr kam er bis zum Herbst 1978 noch zu vier Spieleinsätzen in der Spielzeit 1978/79. Anschließend folgte er einem Angebot des vom deutschen Trainer Alfred Beck betreuten Schweizer Zweitligisten FC Wettingen, bei dem der Glückspielautomatenunternehmener Hubert Stöckli als Mäzen den Klub in die Nationalliga A zurückführen wollte. Beim Zweitligisten beendete er 1980 seine aktive Laufbahn und blieb in der Schweiz wohnhaft, wo er später in der Nähe von Zürich eine Gebäudereinigungsfirma betrieb.[2] Dabei war er zeitweise parallel als Trainer im Schweizer Amateurbereich tätig.

Als Beobachter bei einem unorganisierten Fußballspiel in Muri AG empfahl Haymann dem späteren Profi Oliver Stöckli, sich ins Tor zu stellen, wo er auch im Vereinsfußball beim FC Muri in der Folge blieb.[3]

Einzelnachweise

  1. Nordwest-Zeitung: „das sporttelegramm“ (24. November 1976, S. 9)
  2. a b Aller-Zeitung: „VfL-Abstieg vor 40 Jahren: Die Entscheidung begann auf dem Klo – "Der Abstand zu den anderen war zu groß"“ (8. April 2017, S. 34)
  3. Basler Zeitung: «Hierarchien, die einzuhalten sind» (30. August 1997, S. 55)