Karl-Georg Zierlein

Karl-Georg Zierlein (* 13. September 1933 in Würzburg) ist ein deutscher Verwaltungsjurist. Von 1973 bis 1998 war er Direktor beim Bundesverfassungsgericht.

Leben

Zierlein wuchs in seiner Geburtsstadt Würzburg auf, wo er Klavierschüler von Hermann Zilcher war.[1] Er studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Erlangen und München. Er legte 1957 das erste und 1963 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1961 wurde er in Erlangen mit der Dissertation Einzelprobleme aus dem Bereich des landwirtschaftlichen Arbeitsrechts zum Doktor der Rechte promoviert. Zunächst war er als Rechtsanwalt tätig. Er wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung sowie beim Bundessozialgericht. 1965 wurde er zum Gerichtsassessor beim Landgericht Bamberg ernannt. Von 1966 bis 1969 war er als Vorsitzender eines Schöffengerichts beim Amtsgericht Bamberg tätig. 1969 trat er in den Dienst des Bundesverfassungsgerichts ein, dessen Direktor er von 1973 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1998 war. Zudem war er Vizepräsident der Deutsch-Koreanischen Juristischen Gesellschaft und ab 1993 Generalsekretär der World Jurist Association.[2][3]

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. Würzburg: „Hermann Zilcher hat für uns gezaubert“. In: mainpost.de. 14. September 2008, abgerufen am 6. Oktober 2025.
  2. Feierstunde zur Begrüßung der neuen Verfassungsrichterin, zur Verabschiedung des langjährigen Direktors und Amtseinführun. In: bundesverfassungsgericht.de. 13. Januar 1999, abgerufen am 6. Oktober 2025.
  3. Bundespräsident verleiht Direktor beim BVerfG das Große Verdienstkreuz. In: bundesverfassungsgericht.de. 20. Februar 1998, abgerufen am 6. Oktober 2025.