Karina Grisse

Karina Grisse (* 1984[1]) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin an der Technischen Universität Darmstadt.

Leben und Wirken

Nach dem Abitur 2004 in Siegen studierte Grisse Rechtswissenschaften an der Universität Bonn. 2009 legte sie dort nach einem Auslandssemester an der Universität Aarhus ihr Erstes Juristisches Staatsexamen ab. In der Folge leistete sie am Landgericht Köln ihr Referendariat ab, welches sie 2012 mit dem Zweiten Staatsexamen abschloss. Dem schloss sie ein Masterstudium an der University of Edinburgh, wo sie 2013 den Titel Master of Laws erwarb. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Matthias Leistner an der Universität Bonn. Unter dessen Betreuung wurde sie 2017 von der Universität Bonn mit der Schrift Internetangebotssperren: Zivilrechtliche Vermittlerhaftung von Internetzugangsanbietern summa cum laude zur Dr. iur. promoviert. Diese Arbeit erhielt 2018 den Telekom-Preis der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.[2]

Ab 2017 arbeite Grisse in einer Kölner Anwaltskanzlei in den Rechtsbereichen Urheber-, Medien- und Wettbewerbsrecht, kehrte Anfang 2019 aber als Habilitandin am Lehrstuhl von Karl-Nikolaus Peifer an der Universität zu Köln zurück in den akademischen Betrieb. 2024 nahm sie einen Ruf der Technischen Universität Darmstadt auf einen ordentlichen Lehrstuhl an und leitet dort seit dem 1. März 2025 das Fachgebiet für Bürgerliches Recht, Immaterialgüterrecht und Recht der Digitalisierung.[3]

Grisse ist verheiratet und Mutter zweier Töchter.

Forschung und Lehre

Grisses Forschungsschwerpunkte liegen im Recht des Geistigen Eigentums und den Schnittstellen zum Zivilrecht. Insbesondere widmet sie sich den Rechtsfragen, die sich mit dem zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz vor allem im Hinblick auf das Vertragsrecht und das Recht des Geistigen Eigentums ergeben. Zudem befasst sie sich mit den Fragen, wie Webplattformen rechtliche reguliert werden können. Darüber hinaus ist sie Mitkommentatorin eines Kommentars zum Digital Services Act.

Publikationen (Auswahl)

  • Internetangebotssperren: Zivilrechtliche Vermittlerhaftung von Internetzugangsanbietern. Mohr Siebeck, Tübingen 2018, ISBN 978-3-16-155695-1 (Dissertation).

Einzelnachweise

  1. Internetangebotssperren auf mohrsiebeck.com mit Autorenprofil, abgerufen am 2. Oktober 2025.
  2. Preise des Fachbereichs Rechtswissenschaft, abgerufen am 2. Oktober 2025.
  3. Kurz gemeldet – TU Darmstadt, abgerufen am 2. Oktober 2025.