Karin Miyawaki

Karin Miyawaki

Karin Miyawaki vor den Olympischen Spielen 2024

Nation Japan Japan
Geburtstag 4. Februar 1997
Geburtsort Tokio, Japan
Karriere
Disziplin Florett
Trainer Franck Boidin (national)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × 0 × 1 ×
Weltmeisterschaften 0 × 0 × 1 ×
Asienspiele 1 × 0 × 2 ×
Asienmeisterschaften 3 × 1 × 4 ×
Olympische Jugendspiele 1 × 1 × 0 ×
 Olympische Spiele
Bronze Paris 2024 Florett Mannschaft
Weltmeisterschaften
Bronze Mailand 2023 Florett Mannschaft
 Asienspiele
Bronze Incheon 2014 Florett Mannschaft
Gold Jakarta 2018 Florett Mannschaft
Bronze Hangzhou 2022 Florett Mannschaft
Asienmeisterschaften
Bronze Shanghai 2013 Florett Mannschaft
Bronze Suwon 2014 Florett Mannschaft
Bronze Singapur 2015 Florett Mannschaft
Bronze Wuxi 2016 Florett Mannschaft
Silber Bangkok 2018 Florett Mannschaft
Gold Seoul 2022 Florett Mannschaft
Gold Wuxi 2023 Florett Mannschaft
Gold Kuwait 2024 Florett Mannschaft
 Olympische Jugendspiele
Silber Nanjing 2014 Florett
Silber Nanjing 2014 Gemischte Mannschaft

Karin Miyawaki (japanisch 宮脇 花綸; geboren am 4. Februar 1997 in Tokio) ist eine japanische Florettfechterin.

Leben und Karriere

Karin Miyawaki ist die Tochter des Fechters Nobusuke Miyawaki. Sie begleitete schon im Kindergartenalter ihre ältere Schwester, die zum Fechttraining ging. Sie selbst begann mit fünf Jahren mit diesem Sport und kämpft mit der rechten Hand. Schon als Viertklässlerin gewann sie in einer japanischen Fecht-Meisterschaft. Als Schülerin der Mittelschule beteiligte sie sich an internationalen Wettbewerben. 2014 nahm sie an den Olympischen Jugend-Sommerspielen in Nanjing teil, wo sie im Florett-Einzel Silber und mit dem gemischten Team Asien-Ozeanien die Goldmedaille gewann.[1]

Nach der Schule studierte sie an der Keiō-Universität Wirtschaft und nahm parallel dazu an zahlreichen Wettkämpfen teil. 2018 gewann sie beim China Grand Prix im Florett-Einzelwettkampf die Silbermedaille und wurde damit nach 13 Jahren die erste Japanerin, die in einem Grand Prix auf den zweiten Platz kam.[2] 2019 schloss sie ihr Studium ab. Nachdem sie weder für die Olympischen Spiele 2016 von Rio de Janeiro noch die Olympischen Spiele 2020 in Tokio in das japanische Nationalteam gekommen war, wollte sie nach dem Studium das Fechten aufgeben.

Anfangs fand sie keine Arbeit, konnte aber das Geld für die Reisen zu Turnieren durch den Sieg in einer Fernseh-Wissens-Sendung gewinnen. Kurz danach wurde sie von der Mitsubishi Electrics Corporation eingestellt.

2022 nahm sie an den Asienspielen teil, wo sie sich mit dem japanischen Florett-Team den dritten Platz sichern konnte. In Seoul wurde sie zudem erstmals Asienmeisterin. Im folgenden Jahr gewann sie mit dem japanischen Florettteam bei den Asiatischen Meisterschaften in Wuxi die Goldmedaille und kam im Einzelwettkampf auf den fünften Platz. Sie konnte auch bei den Weltmeisterschaften 2023 in Mailand im Mannschaftswettbewerb Bronze gewinnen. Für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris qualifizierte sich Karin Miyawaki durch ihr Ranking für den Einzel- und den Mannschaftswettbewerb.[3]

Bei den Spielen unterlag sie im Einzelwettkampf in der Vorrunde der Französin Éva Lacheray mit 10:15 und schied aus. Sie startete auch im Mannschaftswettbewerb mit ihren Teamkolleginnen Sera Azuma, Yūka Ueno und Komaki Kikuchi und kam bis ins Halbfinale, nachdem in der ersten Runde Polen mit 45:30 bezwungen wurde. Im Halbfinale unterlagen die Japanerinnen Italien mit 39:45, setzten sich abschließend aber gegen Kanada knapp mit 33:32 durch, sodass sie damit die Bronzemedaille gewannen.[4] Außerdem verteidigte Miyawaki mit der Mannschaft in Kuwait den Asienmeistertitel.

Auszeichnungen

Karin Miyawaki wurde 2016 vom japanischen Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie mit dem International Competition Excellence Award ausgezeichnet.[5]

Commons: Karin Miyawaki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Karin Miyawaki in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
  2. Karin Miyawaki Team Seiko Seiko Group. Abgerufen am 12. November 2025 (englisch).
  3. Setbacks and Struggles: How Adversity Shaped a Fencing Champion: Keio University. Abgerufen am 12. November 2025 (englisch).
  4. USA Wins Gold Medal in Women’s Team Foil Fencing at the Paris 2024 Olympic Games. In: fie.org. Fédération Internationale d’Escrime, 1. August 2024, abgerufen am 13. November 2025 (englisch).
  5. INTERNATIONAL FENCING FEDERATION - The International Fencing Federation official website. Abgerufen am 1. Dezember 2025.