Kapuzinerkloster Traunstein

Das Kapuzinerkloster Traunstein ist ein ehemaliges Kloster der Kapuziner in Traunstein in Bayern in der Diözese München und Freising. In dem Komplex befindet sich heute das Kulturforum Klosterkirche.

Geschichte

1627 predigten erstmals Kapuzinermönche in Traunstein, schon 1630 bezogen sie auf Betreiben ihres Förderers Kurfürst Maximilian I. ein an der Nordseite des Turms der St. Oswaldkirche angebautes Hospiz. Das Kloster am heutigen Standort wurde 1685 gegründet. Zusammen mit der Klosteranlage wurde 1687–1690 die Kirche errichtet und am 25. August 1690 von dem Salzburger Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Das Kloster wurde 1805 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Klosterkirche wurde anschließend als Getreidespeicher genutzt, Teile der Klosteranlage wurden abgerissen.

Später erwarb der Magistrat Traunstein die Gebäude und richtete darin eine Mädchenschule der Englischen Fräulein und ein Heim für Kleinkinder ein. Die Mädchenschule der Englischen Fräulein zog 1895 nach Sparz in der Nähe Traunsteins, weitere Teile der Klosteranlage wurden abgerissen und die Marienkapelle versetzt. Nach dem Abzug der letzten klösterlichen Leiterin des Städtischen Kindergartens 1978 wurde die Kirche endgültig geschlossen und 1986 von der Stadt für einen symbolischen Kaufpreis von einer Mark erworben.[1]

Die Klosterkirche diente seit 1994 unter dem Namen Kunstraum Klosterkirche als Konzertsaal und Ausstellungsraum für regionale Künstler, der verbliebene Teil des Klosters, der ehemalige „Portenstock“, beherbergt seit 1980 die Städtische Galerie. In den Jahren 2017/18 sollte das Areal der Klosterkirche für 8,3 Mio. Euro zu einem Kunst- und Kulturzentrum (KuKK) umgebaut werden.[2] Bei der Fertigstellung 2019 lagen die Kosten dann bei 13,35 Millionen Euro.[3]

In das Kulturforum Klosterkirche integriert ist weiterhin die Städtische Galerie Traunstein.

Einzelnachweise

  1. Klosterkirche. In: Große Kreisstadt Traunstein. Abgerufen am 3. Januar 2026.
  2. Hintergründe und kritische Betrachtung des Umbaus des Kunstraumes zu einem Kunst- und Kulturzentrum (KuKK): Klosterkirche-TS.de
  3. Kosten für Kulturforum Klosterkirche steigen nochmals – um 300.000 Euro. Abgerufen am 3. Januar 2026.

Koordinaten: 47° 52′ 13″ N, 12° 38′ 44″ O