Filialkirche Leins
Die römisch-katholische Filialkirche Leins steht in der Ortschaft Leins in der Gemeinde Arzl im Pitztal im Bezirk Imst in Tirol. Sie ist dem Attribut Maria Hilf geweiht und gehört als Filiale der Pfarre Arzl im Pitztal zum Dekanat Imst in der Diözese Innsbruck. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.[1]
Geschichte
Leins wurde im Jahre 1738 zur Kaplanei erhoben. Die heutige Kirche wurde 1750 anstelle einer Kapelle errichtet. Eine Renovierung erfolgte 1898. Diese Kirche wurde 1954 Richtung Süden vergrößert, der Kirchturm gebaut und ein Friedhof angelegt.[2]
2024 wurden umfangreiche Innen- und Außenrenovierungen durchgeführt, mit der Neugestaltung des Altarraums und der Altarweihe durch Abt German Erd am 8. Dezember 2024. Dabei wurde in den Boden unter dem Altar eine Reliquie des Pitztaler Seligen Otto Neururer beigesetzt.
Durch das Decretum Generale vom 9. Dezember 2024 von Diözesanbischof Hermann Glettler wurde die Kaplanei Leins zur Filialkirche Leins umbenannt.[3]
Architektur
- Kirchenäußeres
Die Kirche ist ein einfacher barocker Bau mit vier Fensterachsen im Langhaus. Das Kirchengebäude ist gesüdet. Oberhalb des Eingangs befinden sich die Figuren der Heiligen Joachim und Anna.
- Kircheninneres
Der Bau war ursprünglich zweijochig und hatte einen einjochigen, stichkappentonnengewölbten Chor. Der Anbau von 1954 ist tonnengewölbt. Die Deckenmalereien stammen von Michael Längle aus dem Jahr 1896. Sie stellen die „Anbetung der Hirten“ und die „Freudenreichen Geheimnisse des Rosenkranzes“ dar. Die Fresken am Chorbogen schuf 1954 Elmar Kopp.
Ausstattung
Der Hochaltar ist ein Marienaltar. Das Altarblatt stammt von Hans Kapferer aus dem Jahr 1862. Es wird von Figuren der hl. Notburga und des hl. Isidors flankiert. Die Figuren aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts werden Josef Anton Renn zugeschrieben.
Orgel
Das 1901 erworbene Orgelpositiv mit Flügeltüren und dreiachsigem Prospekt mit Bandelwerk stammt vermutlich von Andreas Jäger aus dem Jahr 1734 und wurde im Jahr 2024 aufwendig restauriert.
Literatur
- Arzl im Pitztal. Kaplaneikirche Mariahilf. In: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Tirol. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1980, ISBN 3-7031-0488-0, S. 165.
- Praxmarer, Wiesauer: Kaplaneikirche Mariahilf, Mariahilfkirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. Juni 2018.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. ( vom 3. Juni 2016 im Internet Archive; PDF) Bundesdenkmalamt, Stand: 26. Juni 2015 (PDF).
- ↑ Arzl im Pitztal. In: geschichte-tirol.com, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.
- ↑ Diözesanblatt der Diözese Innsbruck. 2025, abgerufen am 15. Dezember 2025.
Koordinaten: 47° 10′ 42,1″ N, 10° 45′ 18,1″ O