Kammerflattern
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| I49.0 | Kammerflattern und Kammerflimmern |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| BC71.0Y | Sonstige näher bezeichnete ventrikuläre Tachykardie |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Entwurf) | |
Kammerflattern ist die rasche Folge relativ regelmäßiger Herzkammeraktionen (eine hochfrequente ventrikuläre Tachykardie)[1] mit einer Herzfrequenz von 200 bis 350/Min. Durch außerhalb des Sinusknotens gelegene Strukturen werden Erregungsrückbildungsstörungen (heterotope) ausgelöst. Der Übergang zum Kammerflimmern ist fließend. Es handelt sich beim Kammerflattern um einen medizinischen Notfall.
Therapie
Kammerflattern kann durch intravenöse Gabe von Antiarrhythmika (Medikamenten), wie z. B. Ajmalin, Amiodaron (evidenzgesichert) oder Lidocain behandelt werden.[2][3]
Einzelnachweise
- ↑ Herbert Reindell, Helmut Klepzig: Krankheiten des Herzens und der Gefäße. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 450–598, hier: S. 570 f. (Kammerflattern und Kammerflimmern).
- ↑ Dr. Frank Antwerpes, Mehrzad Ghadesi, Dr. med. Ibrahim Güler: Ventrikuläre Tachykardie. In: DocCheckFlexikon. Abgerufen am 27. Oktober 2025.
- ↑ Dr. med. Werner G. Gehring: Kammerflattern - Medikamentöse Therapie | DocMedicus Gesundheitslexikon. 15. November 2021, abgerufen am 27. Oktober 2025.