Kakenya Ntaiya
Kakenya Ntaiya ist eine kenianische Pädagogin und Menschenrechtlerin, die mit Bildungsarbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung und Kinderehen vorgeht.[1] Sie gründete die Organisation Kakenya’s Dream und baute in ihrem Heimatdorf eine Mädchenschule auf, die Bildung als Mittel gegen Genitalverstümmelung und Frühverheiratung einsetzt.[1][2] Im Jahr 2013 wurde sie als CNN Hero ausgezeichnet und von National Geographic als Emerging Explorer gewürdigt.[1][3]
Leben
Ntaiya wuchs in Enoosaen im kenianischen Narok County in einer Massai-Gemeinschaft auf.[1] Sie wurde bereits als Kind verlobt; mit ihrem Vater traf sie die Abmachung, die traditionelle Beschneidung über sich ergehen zu lassen, wenn sie dafür die Schule bis zum Abschluss besuchen dürfe.[4] Nach dem Schulabschluss erhielt sie die Chance, in den Vereinigten Staaten zu studieren, und ging an das Randolph-Macon Woman’s College in Virginia.[1][5] Später erwarb sie an der University of Pittsburgh einen Doktortitel in Bildungswissenschaften.[3][5]
Wirken
Mit Kakenya’s Dream baute Ntaiya in ihrem Heimatdorf die Internatsschule Kakenya Center for Excellence auf, die Mädchen aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu hochwertiger Bildung ermöglicht.[1][3][5] Die Schule wurde im Jahr 2009 eröffnet und konzentrierte sich auf die Klassenstufen vier bis acht.[1] Eltern der aufgenommenen Schülerinnen müssen zusichern, ihre Töchter weder beschneiden zu lassen noch vorzeitig zu verheiraten.[5] In den folgenden Jahren ergänzte die Organisation ihre Bildungsarbeit um Programme zu Gesundheit, Lebenskompetenzen und Selbstverteidigung, die Mädchen vor sexueller Gewalt und Kinderehen schützen sollen.[2][3] Das Zentrum fungiert zugleich als Zufluchts- und Bildungsort und bietet Mädchen als Alternative zu Genitalverstümmelung und Frühverheiratung eine kostenfreie weiterführende Schulbildung.[6] Für ihren Einsatz wurde sie 2013 als CNN Hero geehrt.[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g Kakenya Ntaiya: Bringing Education to Kenya's Girls. In: National Geographic. 31. Oktober 2013, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ a b Maasai girls take self-defense class to protect from sexual abuse. In: AP News. 8. März 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ a b c d How Pitt alumna Kakenya Ntaiya fights for the rights of women and girls in rural Kenya. In: University of Pittsburgh. 22. Juni 2023, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Kakenya Ntaiya exchanged female genital mutilation for an education, now runs a school for girls in Kenya. In: ABC News (Australia). 24. Februar 2015, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ a b c d These Girls Are Fighting Female Genital Mutilation in Kenya. In: Teen Vogue. 1. Juni 2017, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Maasai girls take up self-defense as protection from sexual abuse and early marriage. In: The Independent. 8. März 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ And the top 10 CNN Heroes of 2013 are … In: CNN. 10. Oktober 2013, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).