Kaiserstaffelschwanz

Kaiserstaffelschwanz

Kaiserstaffelschwanz (Malurus cyanocephalus), Weibchen

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Staffelschwänze (Maluridae)
Unterfamilie: Malurinae
Gattung: Malurus
Art: Kaiserstaffelschwanz
Wissenschaftlicher Name
Malurus cyanocephalus
(Quoy & Gaimard, 1832)

Der Kaiserstaffelschwanz (Malurus cyanocephalus) ist ein endemisch in Neuguinea vorkommender Singvogel aus der Familie der Staffelschwänze (Maluridae).

Merkmale

Mit einer Größe von 13 bis 17 Zentimetern und einen Gewicht von 12 bis 17 Gramm zählt der Kaiserstaffelschwanz zu den größten Vertretern der Familie der Staffelschwänze.[1] Zwischen den Geschlechtern besteht ein sehr deutlicher Sexualdimorphismus. Das Männchen hat eine kräftige blaue bis dunkelblaue Grundfarbe. Der Kopf und die Kehle sind schwarz, die Stirn ist ultramarinblau. Beim Weibchen entspricht die Farbe des Kopfes der des Männchens. Ihre Oberseite ist überwiegend rotbraun, die Unterseite weißlich. Die Schwanzfedern sind dunkelgrau und haben weiße Spitzen. Die Iris ist bei beiden Geschlechtern ebenso wie der Schnabel schwarz, Beine und Füße sind hellgrau.

Verbreitung, Unterarten und Lebensraum

Der Kaiserstaffelschwanz kommt auf Neuguinea sowohl in Westneuguinea als auch in Papua-Neuguinea in Wäldern verbreitet vor. Die Höhenverbreitung reicht vom Meeresspiegel bis auf 1000 Meter. Es werden drei Unterarten geführt.[1]

  • Malurus cyanocephalus mysorensis auf der Insel Biak in der Cenderawasih-Bucht
  • Malurus cyanocephalus cyanocephalus auf den Inseln Salawati und Vogelkop sowie im Norden Neuguineas
  • Malurus cyanocephalus bonapartii auf den Aru-Inseln und im Süden Neuguineas.

Lebensweise

Wie andere Staffelschwanzarten ist auch der Kaiserstaffelschwanz sozial monogam und sexuell promiskuitiv.[1] Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten. Die Nahrungssuche erfolgt in Familiengruppen. Das Nest besteht aus Blättern, Farnen und Moosen und befindet sich meist in hohen Büschen. Es hat eine geschlossene runde Form und besitzt im oberen Bereich ein seitliches Einflugloch. Jungvögel wurden von März bis Dezember beobachtet, was auf eine Fortpflanzung in allen Monaten des Jahres hindeutet.[1]

Bestand und Gefährdung

Obwohl die Populationen des Kaiserstaffelschwanzes im Rückgang begriffen sind, wird die Art von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt.[2]

Literatur

  • Ian Rowley und Eleanor Russell: Emperor Fairywren (Malurus cyanocephalus), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Commons: Kaiserstaffelschwanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d Ian Rowley und Eleanor Russell: Emperor Fairywren (Malurus cyanocephalus), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
  2. Emperor Fairywren, auf iucnredlist.org, eingesehen am 31. Dezember 2025