Kabinett Werner

Kabinett Werner
Hessische Staatsregierung
Staatspräsident Ferdinand Werner
Legislaturperiode 7
Beginn 13. März 1933
Ende 20. September 1933
Dauer 191 Tage
Vorgänger Kabinett Ulrich III
Nachfolger Kabinett Jung
Zusammensetzung
Partei(en) NSDAP
Repräsentation
Landtag des Volksstaates Hessen
26/50

Das Kabinett Werner bildete die Landesregierung des Volksstaates Hessen vom 13. März bis zum 20. September 1933 unter Staatspräsident Ferdinand Werner.

Zwar war die NSDAP seit den Wahlen vom 19. Juni 1932 die mit Abstand stärkste Partei, verfehlte aber mit 32 von 70 Sitzen die absolute Mehrheit. Da sich kein Koalitionspartner fand, blieb das Kabinett Adelung geschäftsführend im Amt, bis Reichsinnenminister Wilhelm Frick am 6. März 1933 Heinrich Müller zum Reichskommissar ernannte, der somit die Amtsgeschäfte übernahm. Wenige Tage später, noch bevor der Landtag aufgrund des Gleichschaltungsgesetzes vom 31. März 1933 analog zum Ergebnis der Reichstagswahl vom 5. März 1933 neu gebildet wurde, wurde Werner schließlich doch noch mit einigen Stimmen aus dem Zentrum zum Staatspräsidenten gewählt, so dass kein Reichskommissar mehr nötig war.[1]

Mitglieder

Amt Name Bild Partei
Staatspräsident Ferdinand Werner NSDAP
Bildungswesen
Finanzen
Inneres
Justiz
Heinrich Müller NSDAP
Ferdinand Werner
ab 15. Mai 1933
NSDAP
Staatsrat Philipp Wilhelm Jung
ab 15. Mai 1933
NSDAP

Literatur

  • Bertold Spuler: Regenten und Regierungen der Welt. Teil 2, Band 4: Neueste Zeit, 1917/18–1964. 2. Auflage. Ploetz-Verlag, Würzburg 1964, S. 295–297.

Einzelnachweise

  1. Walter Mühlhausen: Republik! Die Verfassung des Volksstaates Hessen von 1919. 2020, S. 23 (hessen.de [PDF]).