Küstenschutzbahn Minsener Oog

Küstenschutzbahn Minsener Oog
Luftbild der Gleisanlagen (2012)
Streckenlänge:1,5[1] km
Spurweite:600[2] mm (Schmalspur)
Anleger
0,0 Schiffsanleger
Damm
Unterkunft
Zugang zum Betriebshof
Lokschuppen
Betriebshof
Pfahlbrücke
Ausweichstelle

Die Küstenschutzbahn Minsener Oog ist eine auf der Insel Minsener Oog vom Schiffsanleger zum Radarturm beziehungsweise Betriebshof führende Feldbahn.

Geschichte

In den Jahren 1918 bis 1922 wurde eine 600-mm-spurige Feldbahn verlegt, um den Materialtransport zu gewährleisten. Um 1918 tat bereits eine Montania-Motorlok auf der künstlichen Insel ihren Dienst. Mit Kipploren wurde Baumaterial zu den jeweiligen Baustellen transportiert. Die Materialbahn verband die Süd- mit der Nordseite der Insel. Im Zweiten Weltkrieg wurden zwei neue Lokomotiven angeschafft, da unter anderem zwei Scheinwerferstände versorgt werden mussten.[3] Mit der Erhöhung der Buhne C im Jahr 1966 wurde die Gleisbrücke abgebaut und durch einen neuen Anleger ersetzt.[4] 2009 wurde das Gleis im nördlichen Bereich der Insel auf der Buhne A entfernt. Im selben Jahr wurde der Betriebshof aus Sicherheitsgründen gesperrt. Als Ersatz für den Betriebshof wurde ein neuer Lokschuppen auf einer kleinen Anhöhe in der Nähe der Unterkunft errichtet.[4]

Aktueller Betrieb

Vom Radarturm bis zur Molenspitze und zum Bauhof des WSA ist die Schmalspurbahn heute noch funktionstüchtig, weite Teile des Schienenstranges sind allerdings nicht mehr befahrbar.[5] Meist wird dabei per Schiff angeliefertes Material mit einer Lore zur Unterkunft der Forscher befördert. Von den ehemals zwei Lokomotiven ist eine betriebsfähig, die die Aufschrift „Minsener Oog Express“ trägt. Von der auf Holzpfählen erbauten Rampe zum Betriebshof, die im Jahr 2009 gesperrt wurde[4], ist ein Teil eingebrochen, wodurch dieser nun nicht mehr angefahren werden kann.[6]

Galerie

Commons: Inselbahn Minsener Oog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. kreiszeitung.de: Diese Nordsee-Bahn ist enorm wichtig – dabei wohnt auf der Insel überhaupt niemand, abgerufen am 17. Januar 2026.
  2. Strombauwerk, abgerufen am 17. Januar 2026.
  3. Malte Werning: Inselbahnen der Nordsee, Geramond Verlag, München 2014, ISBN 978-3-95613-011-3, S. 117 f.
  4. a b c Ralf Harms: 100 Jahre Strombauwerke Minsener Oog. In: https://www.baken-net.de. Abgerufen am 17. Januar 2026.
  5. Drehscheibe Online Foren :: 04 - Historisches Forum :: Küstenschutzbahn Minsener Oog 1990 (m23B). Abgerufen am 15. Januar 2026.
  6. Ein Sommer auf Minsener Oog - Michael Hug. Abgerufen am 15. Januar 2026.

Koordinaten: 53° 45′ 25,9″ N, 8° 1′ 12,2″ O