Károly Bachmann
Károly Bachmann (auch Karl Bachmann, * 8. Juni 1874 in Budapest; † 20. Dezember 1924 in Újpest) war ein ungarischer Maler.[1]
Leben
Károly Bachmann wurde 1874 in Budapest geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann er 1890/1891 an der Musterzeichenschule in Budapest bei Gyula Aggházy und Bertalan Székely. Von 1891 bis 1892 setzte er seine Studien an der Malerschule von Sándor Bihari und Bertalan Karlovszky fort. Von 1893 bis 1896 hielt er sich in Paris auf und studierte an der Académie Julian zunächst bei Jules-Joseph Lefebvre (1834–1912) und Tony Robert-Fleury und später bei Jean-Paul Laurens und Benjamin Constant. Nach Abschluss dieses Studienaufenthalts kehrte Bachmann nach Budapest zurück und ließ sich im Stadtteil Káposztásmegyer nieder. Zwischen 1902 und 1906 hielt er sich erneut in Paris auf. Im Jahr 1906 gründete er gemeinsam mit Gergely Pörge eine Malschule in Újpest, die er bis zu seinem Tod leitete. Bachmann war Gründungsmitglied des Nationalen Salons in Budapest. Károly Bachmann starb 1924 in Újpest.[1]
Werk
Károly Bachmanns frühes Werk ist geprägt von pastos gemalten Genrebildern, die sich thematisch der Darstellung des einfachen Lebens und sozialer Randgruppen widmen. Ein Beispiel hierfür ist das im Jahr 1900 entstandene Gemälde „Kartoffelschäler“. Nach 1900 wandte er sich zunehmend der Miniaturmalerei zu. In diesem Bereich schuf er vor allem Stillleben, die sich durch eine äußerst feine und detailreiche Ausführung auszeichnen. Seine Werke befinden sich unter anderem in der Ungarischen Nationalgalerie in Budapest sowie in der Modernen Ungarischen Galerie in Pécs.[1]
Literatur
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.