Jutta Schnitzer-Ungefug

Jutta Schnitzer-Ungefug (* 12. Januar 1953 in Mannheim) ist eine deutsche Neurobiologin und war Generalsekretärin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Werdegang

Jutta Schnitzer-Ungefug wurde als Tochter des Industriekaufmanns Alfred Schnitzer und dessen Frau Emma, geb. Spies, in Mannheim geboren. Ihr Vater arbeitete als kaufmännischer Angestellter für ein großes Chemieunternehmen. Sie studierte Biologie und Chemie für Lehramt an Gymnasien an der Ruprecht‐Karls‐Universität Heidelberg. Dort wurde sie 1981 am Institut für Neurobiologie mit einer Arbeit über Isolierung und in vitro Charakterisierung von Zelltypen des Mäusekleinhirns verschiedener Entwicklunsstadien promoviert und war bis 1982 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Von 1982 bis 1992 war sie wissenschaftliche Angestellte am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Im Jahr 1989 habilitierte sie sich an der Ruprecht‐Karls‐Universität Heidelberg und erhielt 1991 die Lehrberechtigung für das Fach Zoologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Von 1992 bis 2000 war sie wissenschaftliche Referentin des Vorstandsvorsitzenden am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch. Im Jahr 1996 erhielt sie die Lehrbefugnis für das Fach Neurobiologie an der Charité, Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahr 2000 wurde sie als außerplanmäßige Professorin für das Fach Neurobiologie an der Charité berufen. Im gleichen Jahr wurde sie Generalsekretärin der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und blieb dies, bis ihr 2020 Franziska Hornig folgte.[1]

Sie ist seit 2010 Mitglied im Demografie‐Beirat des Landes Sachsen‐Anhalt.[2] Seit 2011 ist sie Vorsitzende des Kuratoriums der Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg (MLU). Seit 2020 ist sie Präsidentin des Landesmusikrats Sachsen-Anhalt.[3] Seit 2021 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte.[4]

Auszeichnungen

Schriften (Auswahl)

  • Isolierung und in vitro Charakterisierung von Zelltypen des Mäusekleinhirns verschiedener Entwicklunsstadien. (Heidelberg, Univ., Diss., 1981).

Einzelnachweise

  1. Leopoldina, Franziska Hornig ist neue Generalsekretärin der Leopoldina, 2. September 2020
  2. Demografie-Beirat. In: Landesportal Sachsen-Anhalt. Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 2021, archiviert vom Original; abgerufen am 15. März 2020.
  3. Schnitzer-Ungefug neue Präsidentin des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt. In: nmz - neue musikzeitung. 23. November 2020, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  4. Deutscher Musikrat gratuliert Prof. Dr. Ulrike Liedtke und Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug zur Wahl als Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte. Deutscher Musikrat, 22. September 2021, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  5. Ordensverleihung während der "Ortszeit Quedlinburg". In: bundespraesident.de. Bundespräsidialamt, 12. Mai 2022, abgerufen am 24. Mai 2022.