Just the Facts and Pass the Bucket

Just the Facts and Pass the Bucket
Studioalbum von Henry Threadgill

Veröffent-
lichung

1983

Aufnahme

22. und 23. März 1983

Label(s) About Time Records

Format(e)

LP, CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

6

Länge

39:52

Besetzung

Produktion

Alan Ringel, Ed Fishman, Larry Shengold

Studio(s)

Right Track Recording, NYC

Chronologie
When Was That?
(1982)
Just the Facts and Pass the Bucket Subject to Change
(1985)

Just the Facts and Pass the Bucket ist ein Musikalbum von Henry Threadgill. Die am 22. und 23. März 1983 im Right Track Recording Studio in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen 1983 auf About Time Records.

Hintergrund

Neben dem Trio Air arbeitete Henry Threadgill in den 1980er-Jahren mit seinem Sextett. Beginnend mit When Was That? (1982) legte das Henry Threadgill Sextett insgesamt fünf Alben vor; Just the Facts and Pass the Bucket, Henry Threadgills drittes Album als Bandleader entstand, als die letzte Phase seines Engagement im Air-Trio begann.[1] Das zusätzliche „t“ in „Sextett“ liegt vielleicht daran, dass diese Band aus sieben Musikern bestand: Threadgill selbst an den Holzblasinstrumenten, dazu der Kornettist (Olu Dara), der Posaunist (Craig Harris), die Cellistin (Diedre Murray), Bassist (Fred Hopkins) und die zwei Schlagzeuger (John Betsch und Pheeroan akLaff), notierte George Grella.[2]

Titelliste

  • Henry Threadgill Sextett: Just the Facts and Pass the Bucket (About Time Records – AT-1005)[3]
  1. Gateway 9:05
  2. Cover 7:06
  3. Black Blues 4:27
  4. Just The Facts and Pass the Bucket 4:20
  5. Cremation 6:00
  6. A Man Called Trinity Deliverance 8:33

Die Kompositionen stammen von Henry Threadgill.

Rezeption

Diese Band konnte laut, leise, schwungvoll, zärtlich, lustig und rau klingen; farbenfroh wie Duke Ellington, warm mit dem lockeren Gefühl eines gesellschaftlichen Engagements wie Charles Mingus – Threadgills Sextett habe eine der wichtigsten Entwicklungen in der Jazzkomposition markiert, schrieb George Grella (Daily Bandcamp). Mehr als ein Instrumentalstück als Vehikel für Solisten zum Improvisieren, stelle das Sextett einen Korpus von Ensemblemusik dar, oft liedhaft, aber in Strukturen und Formen, die eine Mischung aus klassischen Ideen und organischem Musizieren in Amerika – insbesondere der schwarzen Kultur – darstellen. Diese Geschichte sei noch nicht abgeschlossen, und das sei in den 1980er-Jahren besonders deutlich gewesen, als diese Band ein riesiges und wunderbares Kapitel hinzufügte, voller heiliger Hymnen, Klagelieder, Märsche, Partymusik und wildem Geblase.[2]

Der Kritiker arwulf arwulf verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, musikalisch sei dieses Album ein Wunderwerk kollektiver Kreativität. Threadgills künstlerischer Ansatz sei vergleichbar mit dem von Muhal Richard Abrams und anderen wichtigen Mitgliedern der Association for the Advancement of Creative Musicians. Nur wenige Bandleader hätten es geschafft, so beständig mit der hyperkreativen poetischen Vision und Aufgeschlossenheit aufzutreten und aufzunehmen, die die zahlreichen Alben charakterisieren, welche Ensembles unter der Leitung von Henry Threadgill seit 1979 aufgenommen hatten. Just the Facts und Pass the Bucket würden zu den besten davon gehören.[1]

Einzelnachweise

  1. a b Besprechung des Albums von arwulf arwulf bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  2. a b George Grella: The Bands of Henry Threadgill. In: Daily Bandcamp. 16. September 2025, abgerufen am 18. September 2025 (englisch).
  3. Henry Threadgill Sextet – Just The Facts And Pass The Bucket. In: Discogs. Abgerufen am 19. September 2025 (englisch).