Julius Wilhelm Mantel
Julius Wilhelm Mantel (* 20. September 1820 in Berlin; † 22. Januar 1896 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Porzellankünstler.
Leben
Julius Wilhelm Mantel, Sohn des Tischlermeisters Carl Mantel, trat im Jahr 1834 als Lehrling des Modellmeisters Johann Karl Friedrich Riese in die Königliche Porzellanmanufaktur ein. Er erhielt zusätzlich Unterricht von Karl und Ludwig Wichmann an der Berliner Akademie der Künste. 1840 wurde er kommissarisch und 1841 endgültig Nachfolger von Johann Friedrich Wilhelm Riese als Modellmeister und Vorsteher der plastischen Abteilung. Zunächst hatte er nur einen Angestelltenvertrag, wurde dann 1847 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Dieses Amt hatte er bis 1884 und war zuletzt Kommissionsrat.[1] Seit 1846 war er Mitglied des Berlinischen Künstler-Vereins.
Julius Wilhelm Mantel war dreimal verheiratet[1] und hatte mehrere Kinder.
Werke (Auswahl)
- Kolossalbüste des Bildhauers Christian Friedrich Genschow für Schloss Schwerin.
- Die Viktoria-Vase, 1860 zu Ehren der Kronprinzessin Viktoria von Großbritannien
- Urbino-Vase mit Schlangenhenkeln
Literatur
- Mantel, Julius. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 24: Mandere–Möhl. E. A. Seemann, Leipzig 1930, S. 43 (biblos.pk.edu.pl).
- Arnulf Siebeneicker: Offizianten und Ouvriers. DeGruyter, Berlin, New York 2001, ISBN 978-3-11-088914-7, S. 169. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
- Viktoria Vase, In: Stiftung Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin. Abgerufen am 12. Januar 2026
- Urbino Vase, In: Kunst- & Antiquitätenauktion Dannenberg. Abgerufen am 12. Januar 2026
- 2 Teller. In: Bildindex der Kunst & Architektur. Abgerufen am 12. Januar 2026
- Vase mit Emailmalerei, In: antiknik. Abgerufen am 12. Januar 2026