Julius Karl Wernher

Julius Karl Wernher (* 29. September 1803 in Mainz; † 10. November 1878 in Darmstadt) war ein deutscher Jurist und Direktor der Großherzoglich-Hessischen Oberrechnungskammer.

Leben

Julius Karl Wernher wurde als Sohn des Gerichtspräsidenten Johann Wilhelm Wernher (1762–1827) und dessen Ehefrau Julie Bruch (1777–1822) geboren, absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Georg-August-Universität Göttingen und wurde am 9. März 1829 Akzessist beim Hofgericht Darmstadt[1] und wechselte 1831 zum Landratsbezirk Langen, wo er Vertreter des Landrats war. Mit der Gebietsreform im Jahre 1832 wurde die Behörde aufgelöst und Wernher kam als Kreissekretär in den Kreis Bensheim und war in dieser Funktion Vertreter des Landrats Peter Josef von Rüding[2]. Zum 1. Juli 1841 wurde er zum Assessor mit Sitz und Stimme beim Oberkonsistorium ernannt und zugleich Mitglied der Provinzial-Kommission der Provinz Starkenburg in Darmstadt[3].

1848 wurde er als Oberkonsistorialrat vortragender Rat für geistliche Angelegenheiten im Ministerium und fungierte von 1856 an als Direktor der Hessischen Oberrechnungskammer[4]. 1861 wurde er Mitglied der neu gegründeten Großherzoglichen Centralstelle für die Landes-Statistik in Darmstadt und schied 1876 auf eigenen Wunsch aus diesem Amt.

Familie

Er wuchs mit seinen Geschwistern Philipp (1802–1887, Politiker), Adolph (1809–1883, Hochschullehrer) und Friedrich August (1811–1887, Baudirektor) auf. Julius heiratete am 3. Dezember 1833 in Langen Marianne Oppermann (1815–1846). Aus der Ehe sind die Kinder Theodoline (1835–1901, Schulvorsteherin), Johanna (1838–1905, Schriftstellerin), Friederike (1841–1892, ∞ 1862 mit ihrem Cousin Ernst Wernher) und Marie (* 1845, ∞ Hauptmann Heinrich Johann Maurer) hervorgegangen.

Auszeichnungen

Öffentliche Ämter

Ab 1853 Mitglied der Prüfungskommission und ab Dezember 1876 Vorsitzender der Prüfungskommission für das Finanz- und technische Fach

Wernher, Julius Carl. Hessische Biografie. (Stand: 26. Oktober 2025). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Einzelnachweise

  1. Grossherzoglich hessisches Regierungsblatt 1829. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Hof- und Staats-Handbuch des Grossherzogtums Hessen für das Jahr 1835. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Großherzoglich-Hessisches Regierungsblatt auf das Jahr 1841. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Hof- und Staats-handbuch des Grossherzogtums 1874. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).