Julien Rossat
Julien Arthur Rossat (* 13. Juni 1901 in Lausanne, Kanton Waadt; † 27. Februar 1978 in Genf) war ein Schweizer Diplomat.
Leben und Wirken
Rossat, Sohn von Julien Rossat und Elise Constance Jaccoud, absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Lausanne. 1923 wurde er zunächst Mitarbeiter im Eidgenössischen Militärdepartement (Verteidigungsministerium, heute Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) und war danach bis 1929 Mitarbeiter im Finanz- und Zolldepartement (heute Eidgenössisches Finanzdepartement). Daraufhin trat er in den diplomatischen Dienst ein und wurde am 1930 Sekretär im Eidgenössischen Politischen Departement. 1930 fungierte er als Verweser des Konsulats in Marseille und von 1934 bis 1936 als Konsul-Attaché und am Konsulat in Marseille. 1937 wurde er zum Gesandtschaftssekretär ernannt und war bis 1940 als Gesandtschaftssekretär an der Gesandtschaft in Japan tätig. Nach seiner Rückkehr wurde Rossat 1940 Gesandtschaftssekretär im Politischen Departement. Bis 1942 war er Mitarbeiter im Kommissariat für Internierung und Hospitalisierung und danach bis 1946 Geschäftsträger an der Botschaft in Kolumbien. 1946/47 war er abermals im Politischen Departement tätig, bevor er 1947/48 eine Verwendung als Konsul in Hamburg sowie von 1948 bis 1951 als Chef der Sektion Verwaltungsangelegenheiten im Politischen Departement Verwendung fand. 1951 löste Rossat Camille Gorgé als Gesandter in der Türkei ab und übte diese Funktion bis 1957 aus. 1959 übernahm er das Amt des Gesandten in Irland. Nach Aufwertung der Gesandtschaft zur Botschaft 1962 wurde er erster Schweizer Botschafter in Irland und bekleidete dieses Amt bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende 1966. Sein dortiger Nachfolger wurde Guy von Keller.
Weblinks
- Sarah Brian Scherer: Rossat, Julien. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Dokumente von und über Rossat, Julien in der Datenbank Dodis der Diplomatischen Dokumente der Schweiz