Julie Stout

Julie Margaret Stout (geboren 1958 in Palmerston North)[1] ist eine neuseeländische Architektin und Stadtplanerin mit einem eigenen Architekturbüro in Auckland. Sie ist Ehrenmitglied des Te Kāhui Whaihanga New Zealand Institute of Architects (NZIA) und Lehrbeauftragte an der School of Architecture and Planning der University of Auckland. 2021 wurde sie mit der Te Kāhui Whaihanga NZIA Goldmedaille ausgezeichnet.[2]

Leben

Stout besuchte die Palmerston North Girls' High School. Ihr Vater war Zeichner und Hirschjäger.[3] Sie studierte an der University of Auckland, schloss 1985 mit einem Bachelor in Architektur ab und wurde 1989 als Architektin zugelassen.[3][4] Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete Stout mit Marshall Cook bei Cook Hitchcock Sargisson und mit dem Architekten Murray Cockburn auf Fidschi zusammen.[3] Sie arbeitete dort an einem Projekt für ein Frauen-Gemeindezentrum in Nausori.[2] Stout war auch in Hongkong tätig. 1989 gründete sie zusammen mit ihrem Lebens- und Arbeitspartner, dem Architekten David Mitchell, das Unternehmen Mitchell and Stout Architects.[5] Die beiden schufen ikonische Gebäude für Neuseeland.[2] Mitchell starb 2018.[6] Stout ist heute Partner im Architekturbüro Mitchell Stout Dodd in Auckland.[5][7]

Im Jahr 2001 wurde Stout Mitglied der NZIA Auckland Branch Urban Issues Group, deren Vorsitz sie von 2002 bis 2003 innehatte. Im Jahr 2005 wurde sie Mitglied der Urban Task Force des Bürgermeisters von Auckland, Dick Hubbard, die von der Zeitung The New Zealand Herald als „Versuch, schlechte Architektur im Namen der Stadterneuerung zu verhindern“ beschrieben wurde.[5] 2009 trat sie der Society for the Protection of Auckland City and Waterfront (kurz: Urban Auckland) bei und war von 2010 bis 2021 Vorsitzende der Lobbygruppe.[8] In dieser Funktion leitete Stout eine erfolgreiche Kampagne, um die weitere Ausweitung der Kais von Ports of Auckland in den Waitematā Harbour zu stoppen.[9]

Zusammen mit Mitchell, Rau Hoskins und anderen gehörte Stout zum Kreativteam, das Neuseelands erste Ausstellung „Last, Loneliest, Loveliest“ für die Architekturbiennale in Venedig 2014 konzipierte.[10]

Werke

Auszeichnungen

  • 2003: Te Kāhui Whaihanga NZIA Fellow of the Institute[18]
  • 2005, 2015: Te Kāhui Whaihanga NZIA President's Award[19][20]
  • 2014: Chrystall Excellence Award der A+W NZ Dulux Awards[21]
  • 2017: Te Kāhui Whaihanga NZIA Distinguished Fellow (Ehrenmitglied)[22]
  • 2021: Te Kāhui Whaihanga NZIA Gold Medal.[2]
Commons: Julie Stout – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e Itinerary n.3. (PDF) Broadsheet of the Auckland Branch of the NZIA, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  2. a b c d 2021 Gold Medal: Julie Stout. New Zealand Institute of Architects, 16. Februar 2022, abgerufen am 16. Februar 2022 (englisch).
  3. a b c Amelia Melbourne-Hayward: Urban advocate: Julie Stout. In: Architecture Now. 8. März 2018, abgerufen am 8. Oktober 2021 (englisch).
  4. Ms Julie Stout. NZ Registered Architects Board, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  5. a b c Urban design taskforce gets down to business. The New Zealand Herald, 16. März 2005, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  6. New Zealand architecture mourns the passing of David Mitchell. NZ Institute of Architects, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  7. Mitchell Stout Dodd Architects. Your Home and Garden NZ, 16. Oktober 2018, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  8. Champions for a better built enviroment for Tamaki Makaurau/Auckalnd. urban auckland, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  9. Wharf battle: Victory over Ports of Auckland In: The New Zealand Herald. Abgerufen am 8. Oktober 2021 (englisch). 
  10. The winning proposal: Last, Loneliest, Loveliest. NZ Institute of Architects, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  11. Waitamariki House. Home Magazine, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  12. The unique footprint of this Auckland home pushes architectural boundaries. Home Magazine, 16. Oktober 2014, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  13. Tauranga Art Gallery. Mitchell Stout Dodd, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  14. Waiheke House. Mitchell Stout Dodd, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  15. Otoparae House. NZ Institute of Architects, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  16. Lopdell House. NZ Institute of Architects, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  17. Te Uru - Waitakere Contemporary Gallery / Mitchell and Stout Architects. ArchDaily, 13. Juli 2015, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  18. NZIA Fellows - New Zealand Institute of Architects. NZ Institute of Architects, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  19. President's Awards 2004-2011. NZ Institute of Architects, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  20. 2015 President*s Awards. NZ Institute of Architects, 2015, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  21. 2014 A+W•NZ Dulux Awards. A+W•NZ, 2014, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  22. Distinguished Fellows. NZ Institute of Architects, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).