Juliane Karakayalı

Juliane Karakayalı (* 10. November 1973) ist eine deutsche Soziologin und Hochschullehrerin.

Werdegang

Karakayalı studierte Soziologie, Germanistik und Erziehungswissenschaften an den Universitäten in Hannover, Göttingen und Kassel. An der Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde sie im Mai 2009 bei Helma Lutz und Ursula Apitzsch mit einer Arbeit zu transnationalen Migrantinnen, die in Haushalten mit Pflegebedürftigen arbeiten, promoviert. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Diversity and Social Conflict des Instituts für Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2010 ist sie Professorin für Soziologie an der Evangelischen Hochschule Berlin.

Sie ist u. a. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften, der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit, dem Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und gehört seit 2024 dem Vorstand des Rates für Migration an.[1][2]

Forschung

Karakayalı beforscht die Themen Migration, Flucht, die postmigrantische Gesellschaft, Rassismus, Rechtsextremismus, Bildung und Gender Studies.

  • 2014–2020 Forschungsprojekt „Die Bedeutung von natio-ethno-kulturelle Grenzziehungen für schulorganisatorisches Handeln“
  • 2016 Forschungsprojekt „Zwischen Institution und Ehrenamt: Vorbereitungsklassen. Praktiken, Herausforderungen, Bedarfe“ in Kooperation mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung
  • 2019–2020 Forschungsprojekt „Die Beschulung neuzugewanderter Schüler*innen als Chance für die migrationsgesellschaftliche Öffnung des Regelschulbetriebs“
  • 2022 Lehrforschungsprojekt „Die Situation BIPoC Geflüchteter aus der Ukraine ohne ukrainische Staatsangehörigkeit“
  • 2023–2025 Forschungsprojekt „ORAS - Organisation, Rassismus, Schule. Beschwerden über Rassismus in der Schule“

Publikationen (Auswahl)

  • Postmigrantisch gelesen: Transnationalität, Gender, Care. (Co-Hrsg.) Transcript, Bielefeld 2021, ISBN 978-3-8376-4728-0.
  • Unterscheiden und Trennen. Die Herstellung von natio-ethno-kultureller Differenz und Segregation in der Schule. (Hrsg.) Beltz Juventa, Weinheim 2020, ISBN 978-3-7799-5268-8.
  • movements. Journal for Critical Migration and Border Regime Studies. Jg. 4, Heft 2/2018 (Co-Hrsg.) Transcript, Bielefeld 2019, ISBN 978-3-8376-4474-6.
  • Postmigrantische Perspektiven: Ordnungssysteme, Repräsentationen, Kritik. (Hrsg. mit Naika Foroutan, Riem Spielhaus) Campus Verlag, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-593-43707-1.
  • Den NSU-Komplex analysieren: Aktuelle Perspektiven aus der Wissenschaft. (Co-Hrsg.) Transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-3709-0.
  • movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung. Jg. 2, Heft 1/2016: Rassismus in der postmigrantischen Gesellschaft. (Co-Hrsg.) Transcript, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-8376-3570-6.
  • Transnational haushalten: biographische Interviews mit care workers aus Osteuropa. (Dissertation) Springer VS, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17018-3.
  • Organisiert Euch: Handbuch für Unternehmensrecherche. ver.di, Berlin 2009.

Einzelnachweise

  1. Gremien und Mitgliedschaften auf eh-berlin.de, abgerufen am 27. Oktober 2025
  2. Auszug Vereinsregister 701654 Amtsgericht Mannheim, Rat für Migration e.V., abgerufen am 27. Oktober 2025