Julia Scheib

Julia Scheib
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 12. Mai 1998 (27 Jahre)
Geburtsort Deutschlandsberg, Österreich
Größe 162[1] cm
Gewicht 69 kg
Karriere
Disziplin Super-G, Riesenslalom
Verein SC Atus Frauental
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Jugendspiele 0 × 1 × 0 ×
Junioren-WM 1 × 1 × 1 ×
EYOF 1 × 0 × 0 ×
 Olympische Jugend-Winterspiele
Silber Lillehammer 2016 Super-G
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold Davos 2018 Riesenslalom
Bronze Davos 2018 Mannschaft
Silber Fassatal 2019 Super-G
 Europäisches Olympisches Jugendfestival
Gold St. Gallenkirch 2015 Mannschaft
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 23. Jänner 2018
 Einzel-Weltcupsiege 3
 Gesamtweltcup 35. (2024/25)
 Super-G-Weltcup 47. (2024/25)
 Riesenslalomweltcup 10. (2024/25)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 3 2 1
 Mannschaft 0 0 1
letzte Änderung: 3. Jänner 2026

Julia Scheib (* 12. Mai 1998 in Deutschlandsberg, Steiermark) ist eine österreichische Skirennläuferin. Sie gehört aktuell dem Nationalteam des Österreichischen Skiverbandes an und hat ihre Stärken vor allem in den Disziplinen Riesenslalom und Super-G.

Biografie

Julia Scheib stammt aus Frauental an der Laßnitz und startet für den heimischen Skiverein. Sie besuchte die Skihandelsschule Schladming.[2] Im Alter von zweieinhalb Jahren begann sie auf der Hebalm mit dem Skifahren, mit vier Jahren gewann sie ihre ersten Kinderrennen und überzeugte auch auf Schülerebene mit starken Leistungen.[3]

In der Saison 2014/15 bestritt sie ihre ersten FIS-Rennen und wurde in den Nachwuchskader des ÖSV aufgenommen. Beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival in Vorarlberg gewann sie mit der Mannschaft die Goldmedaille. Am Ende des Winters zog sie sich einen Kreuzband- und Meniskusriss im rechten Knie zu und hatte nach ihrem Comeback mit Knieproblemen zu kämpfen.[3] Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 in Lillehammer gewann sie hinter ihrer Teamkollegin Nadine Fest die Silbermedaille im Super-G.

2017/18 bestritt Scheib erstmals seit ihrer Verletzung wieder eine volle Saison. Im Dezember startete sie im Riesenslalom von Hafjell erstmals in einem Europacup-Rennen. Bei ihrem Weltcup-Debüt im Riesenslalom am Kronplatz gelang ihr auf Anhieb die Qualifikation für den zweiten Durchgang, den sie aber nicht beenden konnte. Eine Woche später gewann sie bei ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften in Davos die Goldmedaille im Riesenslalom und erreichte mit den Rängen vier und fünf auch in Abfahrt und Super-G respektable Ergebnisse. Mit der österreichischen Mannschaft errang sie zusätzlich die Bronzemedaille. Am 1. Dezember 2018 feierte sie im Riesenslalom von Funäsdalen ihren ersten Europacup-Sieg. Im Februar 2019 gewann sie mit Rang 24 im Riesenslalom von Maribor ihre ersten Weltcup-Punkte.

Durch eine Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber verspätete sich ihr den Einstieg in die Saison 2019/20.[4] Im Februar gelang ihr mit Rang 14 im Riesenslalom von Kranjska Gora ihr bis dato bestes Weltcup-Ergebnis. Nach einer Coronavirus-Infektion verzögerte sich auch ihr Start in die folgende Saison. In Kranjska Gora erreichte sie zwei gute Resultate, zog sich aber bei einem Europacup-Rennen in Berchtesgaden einen Kreuzbandriss und Außenmeniskusriss im linken Knie zu.[5]

Nach fast zwei Jahren Pause feierte sie im Riesenslalom am Semmering ihr Comeback. Dabei konnte sie sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Bei ihrem dritten Rennen nach der Verletzungspause schaffte es sie zum ersten Mal in der Saison in die Punkteränge und egalisierte mit einem 13. Platz im Riesentorlauf von Kranjska Gora ihr bestes Weltcupergebnis.[6] Zu Beginn des folgenden Winters gelang ihr als Siebente in Killington erstmals eine Platzierung unter den besten zehn eines Rennens.

Am 26. Oktober 2024 fuhr sie als Dritte im Riesenslalom von Sölden erstmals in ihrer Weltcup-Karriere auf das Podest. In dieser Saison konnte sie sich mit einigen Top-10-Platzierungen endgültig in der Weltspitze etablieren, darunter waren ein sechster Platz am Semmering sowie Rang vier in Kranjska Gora.

Zum Auftakt der Saison 2025/26 gelang Scheib im Riesenslalom von Sölden ihr erster Weltcupsieg. Dies war gleichzeitig der erste Sieg für eine österreichische Athletin im Riesenslalom seit über neun Jahren, nachdem am 7. März 2016 Eva-Maria Brem den Riesenslalom im slowakischen Jasná gewonnen hatte. Am 7. Dezember 2025 legte sie mit ihrem zweiten Weltcupsieg im Riesenslalom von Mont-Tremblant, nachdem sie tags zuvor beim ersten Riesentorlauf ausschied, in Kanada nach.[7]

Erfolge

Weltmeisterschaft

Weltcup

  • 6 Podestplätze, davon 3 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
25. Oktober 2025 Sölden Österreich Riesenslalom
7. Dezember 2025 Mont-Tremblant Kanada Riesenslalom
27. Dezember 2025 Semmering Österreich Riesenslalom

Weltcupwertungen

Saison Gesamt Super-G Riesenslalom
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2018/19 124. 7 51. 7
2019/20 104. 18 38. 18
2020/21 92. 25 52. 3 36. 22
2022/23 64. 79 24. 49
2023/24 36. 226 12. 226
2024/25 35. 265 47. 5 10. 260

Europacup

Datum Ort Land Disziplin
1. Dezember 2018 Funäsdalen Schweden Riesenslalom
16. März 2019 Folgaria Italien Slalom

Juniorenweltmeisterschaften

  • Davos 2018: 1. Riesenslalom, 3. Mannschaftswettbewerb, 4. Abfahrt, 5. Super-G
  • Fassatal 2019: 2. Super-G, 5. Abfahrt, 5. Riesenslalom

Weitere Erfolge

Commons: Julia Scheib – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Österreichisches Olympisches Comité (Hrsg.): Olympia Guide YOG Lillehammer, Wien 2016, S. 49. Online-PDF, abgerufen am 2. Dezember 2018.
  2. Julia Scheib: „Dann rede ich noch mehr im Dialekt“. Kleine Zeitung, 5. August 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018.
  3. a b Über mich. Julia Scheib, abgerufen am 2. Dezember 2018.
  4. Simon Michl: Ein schneller Lauf und einer, der schnell vorbei war. Meinbezirk.at, 18. Januar 2020, abgerufen am 15. Februar 2020.
  5. Abermalige Knie-OP – Julia Scheib: „Ich schaue, dass ich im Oktober wieder auf Ski stehe“. Kleine Zeitung, 22. Juli 2021, abgerufen am 28. Juli 2021.
  6. Ski Alpin: Nach Comeback: Bestes Weltcup-Ergebnis für Julia Scheib. 9. Januar 2023, abgerufen am 12. Januar 2023.
  7. Ski alpin: Scheib schlägt nach Ausfall furios zurück. 7. Dezember 2025, abgerufen am 10. Dezember 2025.