Julia Lübbecke

Julia Lübbecke (* 1989 in Gießen) ist eine deutsche Bildende Künstlerin.[1][2][3] Sie lebt und arbeitet in Berlin.[4][5]

Werdegang

Lübbecke studierte an der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten van Antwerpen, an der Akademie für Kunst, Architektur und Design Prag sowie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In Leipzig schloss sie ihr Studium mit einem Diplom bei Peggy Buth und Tina Bara 2019 ab.[6][7] Im Jahr 2020 nahm sie am postgradualen Programm des Goldrausch Künstlerinnenprojekts teil.

Künstlerische Arbeit

Lübbeckes künstlerische Praxis umfasst skulpturale Installationen, Fotografien, Textarbeiten, Video und performative Elemente. Thematischer Fokus ihrer Arbeiten sind Wechselwirkungen von Körper, Institution und Affekten.[8][9] Dabei untersucht Lübbecke gesellschaftliche Ordnungsstrukturen und entwickelt künstlerische Verfahren, um deren Fragilität sichtbar zu machen.[10][11]

Von Oktober bis Dezember 2021 war Lübbecke Artist in Residence im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum.

„Ich arbeite seit einiger Zeit mit dem Begriff, da er meine Arbeitsweise gut beschreibt: das Destabilisieren von hierarchischen Machtstrukturen. Normalerweise gilt ein Archiv als eine Institution, die von einem objektiven Blickwinkel ausgeht. Das möchte ich hinterfragen. Das subjektive Archiv ist meine persönliche Sammlung und die Einladung, zu diskutieren, ob die Institution Archiv nicht per se immer subjektiv ist.[12]

Einzelausstellungen

  • Kleber und Falten, Projektraum Neun Kelche[13]

Preise

Einzelnachweise

  1. Berührungen im Archiv: Künstlerin Julia Lübbecke auf den Spuren vergangener Arbeitskämpfe. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 29. September 2025]).
  2. Preis für feministische Kunst: Ikob-Museum stellt Gewinnerinnen vor. Belgisches Rundfunk- und Fernsehzentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft (BRF), 17. Oktober 2019, abgerufen am 29. September 2025.
  3. Practices in the Archive of a Life / Lives. College for Social Sciences and Humanities, abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  4. Julia Lübbecke. In: Rebeldes. Abgerufen am 29. September 2025 (deutsch).
  5. 171 | 2025. In: Camera Austria. Abgerufen am 7. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
  6. Julia Lübbecke, Peggy Buth, Susanne Holschbach: Julia Lübbecke (= Signifikante Signaturen / Ostdeutsche Sparkassenstiftung. Nr. 83). Sandstein Verlag, Dresden 2022, ISBN 978-3-95498-623-1.
  7. Vanessa Oberin: Berührungen im Archiv: Künstlerin Julia Lübbecke auf den Spuren vergangener Arbeitskämpfe. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 29. September 2025]).
  8. Julia Lübbecke – "Slight Discomfort 3". Libken e.V, abgerufen am 29. September 2025.
  9. Kunstfestival Begehungen. Christoph Thomessen, Carola Hartlieb-Kühn, 9. August 2024, abgerufen am 30. September 2025.
  10. Julia Lübbecke. In: Urbane Künste Ruhr. Kultur Ruhr GmbH, abgerufen am 29. September 2025.
  11. Eva Gaeding: Chemnitzer Kunstfestival Begehungen: Kunst im Zeichen des Protests. In: MDR.DE. Mitteldeutscher Rundfunk, 16. August 2024, abgerufen am 29. September 2025.
  12. Julia Lübbecke – Goldrausch. Abgerufen am 29. September 2025.
  13. Berührungen im Archiv: Künstlerin Julia Lübbecke auf den Spuren vergangener Arbeitskämpfe. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 29. September 2025]).
  14. Nathalie Wimmer: Feminismus: nicht nur Frauensache im IKOB. In: Grenzecho. 19. Oktober 2019, abgerufen am 29. September 2025.
  15. Goldrausch-Künstlerinnen des Jahres 2025 stehen fest. In: art-in-berlin.de. Abgerufen am 29. September 2025.