Judy Baauw

Judy Baauw
Judy Baauw (2018)
Zur Person
Geburtsdatum 12. Februar 1994 (31 Jahre)
Geburtsort Zoelmond, Niederlande
Nation Niederlande Niederlande
Disziplin BMX-Racing
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × 1 × 2 ×
Europameisterschaften 1 × 1 × 0 ×
 BMX-Rennsport-Weltmeisterschaften
Bronze 2018 Baku BMX Race
Silber 2021 Arnheim BMX Race
Bronze 2025 Kopenhagen BMX Race
 BMX-Rennsport-Europameisterschaften
Silber 2019 Valimera BMX Race
Gold 2024 Verona Mannschaftszeitfahren
Letzte Aktualisierung: 20. November 2025

Judy Baauw (* 12. Februar 1994 in Zoelmond) ist eine niederländische Radrennfahrerin. Ihre bislang größten Erfolge waren der Europameistertitel 2024 im Mannschaftszeitfahren und der Gewinn der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 2021.

Sportlicher Werdegang

Baauw kam über ihren älteren Bruder mit dem BMX-Sport in Berührung. Sie zeigte früh Talent und wurde bereits 2005 Fünfte bei der Weltmeisterschaft in ihrer Altersklasse. Ab 2015 begann sie an Weltcup-Wettbewerben teilzunehmen. In diesem Jahr belegte Baauw den 25. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung, ein Jahr später wurde sie bereits Siebte. Sie hatte Chancen, für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nominiert zu werden, doch wählte der niederländische Nationaltrainer aufgrund der Ergebnisse Merle van Benthem und Laura Smulders aus.[1]

Ihre erste Podiumsplatzierung im Weltcup erreichte Baauw im April 2017 in Papendal. 2018 wurde sie Dritte in der Weltcup-Gesamtwertung und belegte beim Weltmeisterschaftsrennen ebenfalls Rang drei, hinter den niederländischen Schwestern Laura und Merel Smulders. Am 11. Mai 2019 erzielte Baauw ihren ersten Weltcupsieg beim Rennen in Papendal.[2] Ein zweiter Weltcupsieg folgte zwei Jahre später im Italienischen Verona. Im selben Jahr nahm Baauw an den Olympischen Spielen in Tokio teil, wo sie jedoch nicht über das Halbfinale hinauskam. Bei den Weltmeisterschaften 2021 in Papendal gewann sie hinter der amtierenden Olympiasiegerin Beth Shriever die Silbermedaille.

In den Jahren nach den Spielen von Tokio waren Baauws Ergebnisse schwächer. 2022 belegte sie noch den zehnten Platz in der Gesamtwertung der Weltcup-Serie und erreichte einmal das Podium bei einem Einzelrennen. In den folgenden Jahren fiel sie aus den Top Ten heraus. Aufgrund der nachlassenden Resultate verlor sie 2023 ihre A-Status-Förderung durch den Dachverband NOC*NSF und damit auch die entsprechende finanzielle Unterstützung. 2024 wurde Baauw erstmals in ihrer Karriere Niederländische Meisterin im BMX. Trotz dieses Erfolgs reichte es wegen der starken nationalen Konkurrenz nicht für eine Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Paris im selben Jahr.[3]

Im Mai 2025 brach sich Baauw während eines Trainingslagers in Kopenhagen das Schulterblatt. Zwei Monate später überraschte sie an gleicher Stelle mit einer Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2025.[4]

Commons: Judy Baauw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Judy Baauw in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)

Einzelnachweise

  1. Van Benthem beste Nederlandse op WK BMX in Colombia, Tubantia, 30. Mai 2016. Archiviert am 6. Juni 2021.
  2. Judy Baauw en Niek Kimman winnen wereldbeker BMX in Arnhem, Algemeen Dagblad, 11. Mai 2019. Archiviert am 5. Juni 2021.
  3. Toekomst BMX-topper Judy Baauw onzeker: ‘Misschien stop ik helemaal’, Omroep Gelderland, 18. Juni 2024. Archiviert am 3. August 2024.
  4. Judy Baauw (31) verrast met bronzen medaille op WK BMX, Michelle Wissing wereldkampioen O23, Algemeen Dagblad, 3. August 2025.