Judit Elek
Judit Elek (; * 10. November 1937 in Budapest; † 1. Oktober 2025[1]) war eine ungarische Drehbuchautorin und Regisseurin.
Leben
Die Absolventin der Hochschule für Schauspiel und Film in Budapest war zunächst vor allem als Dokumentarfilmerin tätig. Ab den 1970er-Jahren erhielt sie zunehmend Gelegenheit, auch Spielfilme zu gestalten. Diese befassen sich vielfach mit jüdischen Themen und solchen des Antisemitismus. Ihr bekanntester Film (1989) (Tutajosok, englisch: Memories of a River) behandelt den Ritualmordprozess der Affäre von Tiszaeszlár, der 1882/83 zum Ausgangspunkt einer Welle antisemitischer Propaganda in Ungarn wurde. Elek erhielt den Béla-Balázs-Preis (1987), den Kossuth-Preis (2008) und andere hohe Auszeichnungen.[2]
Filmografie (Auswahl)
- 1974: Istenmezejen, ein ungarisches Dorf 1972–73 (Dokumentarfilm)
- 1976: Das Niemandskind
- 1984: Sommer der Leidenschaft
- 1989: Tutajosok
Weblinks
Commons: Judit Elek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Judit Elek bei IMDb
- Focus: Judit Elek. In: International Film Festival Rotterdam, 2023 (englisch)
- The Lady from Budapest. Restored Lifework of Judit Elek (PDF, 1,3 MB). In: National Film Institute Hungary, 2024 (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Meghalt Elek Judit. In: blikk.hu. 1. Oktober 2025, abgerufen am 1. Oktober 2025 (ungarisch).
- ↑ Elek Judit (1937–2025): The Hungarian Auteur Who Took Humanist Cinema to the World. In: Reporter Budapest. 1. Oktober 2025, abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).