Juba-Brücke

Die Juba-Brücke oder Dschuba-Brücke ist eine Straßenbrücke im Südosten der Stadt Juba über den im Südsudan Bahr al-Dschabal genannten Abschnitt des Nils. Sie verbindet Juba und den Südsudan über Nimule mit Uganda und Kenia in Ostafrika.

Sie war lange die einzige Brücke über den Bahr al-Dschabal im Südsudan, der das Land auf einer Länge von 1200 km durchfließt.[1] Erst 2022 wurde mit der Juba Freedom Bridge knapp 2 km flussaufwärts eine dringend benötigte weitere Straßenbrücke eröffnet.[2] Außer dieser Brücke ist nächste Brücke flussaufwärts die 445 Straßenkilometer entfernte Brücke über den Albert-Nil in Pakwach im nördlichen Uganda, die nächsten Brücken flussabwärts sind die rund 1300 Flusskilometer entfernten Kusti-Eisenbahnbrücke und die benachbarte Straßenbrücke zwischen Kusti und Rabak im Sudan.

Die Brücke besteht aus zwei übereinanderliegenden parallelen Bailey-Stahl-Balkenbrücken mit jeweils einer Fahrbahn. Die Brücke ist insgesamt 10 Meter breit und 252 Meter lang.[3] Sie wurde auf Veranlassung der Vereinten Nationen mit einer Finanzierung der Niederlande 1974 von dem niederländischen Unternehmen De Groot International errichtet.[4][5]

Der Verkehr unterliegt aufgrund des Alters und der Konstruktion der Brücke einer Gewichtsbeschränkung. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme kam es am 6. November 2006 zum Einsturz einer Fahrbahn aufgrund eines mit Zement überladenen LKWs aus Uganda.[6][7] Die Reparatur der Brücke wurde sofort in Angriff genommen und Ende 2006 abgeschlossen.

Einzelnachweise

  1. Horand Knaup: Sudan. Der letzte Schritt zur Freiheit. In: Der Spiegel. Nr. 52, 2010, S. 123 (online).
  2. Official Inauguration of Juba Freedom Bridge, South Sudan auf energyquestmagazine.com
  3. Repaired Nile bridge improves access to South Sudan capital (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive) Bericht über eine Brückenreparatur vom 21. Februar 2012, auf UNOPS.org
  4. The Netherlands and South Sudan: development cooperation under challenging circumstances auf government.nl
  5. Juba Bridge marks 50 years as South Sudan’s lifeline auf africa-press.net
  6. Bericht auf gurtong.net (englisch)
  7. Fotos der eingebrochenen Brücke

Koordinaten: 4° 49′ 22,4″ N, 31° 36′ 30,6″ O