Juana Christina von Stein

Juana Christina von Stein ist eine deutsche Romanistin und Kulturmanagerin.

Werdegang

2004 erwarb von Stein im Rahmen der Option Internationale du Baccalauréat (OIB) am Lycée International de Saint-Germain-en-Laye, Frankreich die Hochschulreife. Sie studierte Romanistik, Germanistik und Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität zu Köln und machte 2009 ihren Magisterabschluss. Im selben Jahr trat sie ihre Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Romanischen Seminar und am Petrarca-Institut der Universität zu Köln an. 2017 promovierte von Stein bei Andreas Kablitz zum Thema Melancholie als poetologische Allegorie. Zu Baudelaire und Flaubert, erschienen 2018 bei De Gruyter und 2020 als Paperback.[1] Die Arbeit wurde summa cum laude ausgezeichnet.

Von 2018 bis 2021 war sie zudem Akademische Rätin am Romanischen Seminar der Universität zu Köln. Während dieser Zeit erweiterte sie ihren Forschungs- und Lehrbereich um hispanistische Literaturen der Frühen Neuzeit und der (lateinamerikanischen) Moderne. Von Stein war darüber hinaus von 2015 bis 2021 verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift POETICA. Ab 2021 war von Stein für das Goethe-Institut tätig, u. a. als Direktorin des Goethe-Instituts Bonn.[2]

Seit 2025 ist von Stein Leiterin des Kulturamts der Stadt Köln.[3][2]

Auszeichnungen

2019 erhielt Von Stein den Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.[4][5]

Förderungen

Seit Abschluss der Promotion erhielt von Stein Förderungen von der Fritz Thyssen Stiftung (2020), der Universität zu Köln (Mobility Grant 2019 als Gastwissenschaftlerin an der University of California, Berkeley, USA), der Mercator-Stiftung (2019), dem Cornelia-Harte-Mentoring-PRO (2018) und der Boehringer Ingelheim Stiftung (2018).[6]

Veröffentlichungen

  • Verhindertes Erzählen. Vertextungsstrategien bei Juan Rulfo. In: Romanistisches Jahrbuch (2020), S. 351–372.
  • The Theater oft he Absurd and the Absurdity of Theater: The Early Plays of Beckett and Ionesco. In: Joachim Küpper/Elena Penskaya (Eds.), Theater as Metaphor. De Gruyter, Berlin/Boston 2019.
  • Melancholie als poetologische Allegorie. Zu Baudelaire und Flaubert. Dissertationsschrift. De Gruyter, Berlin/Boston 2018.
  • mit Florian Mehltretter: Frenchmen in Dante’s Shoes. Sentimental Journeys through Italy in Early 19th Century Literature. In: Incontri. Rivista europea di studi italiani 33/2 (2018), S. 38–51.
  • Das Schöne, so flüchtig. In: Die Welt, 30. August 2017.

Einzelnachweise

  1. Juana Christina von Stein: Melancholie als poetologische Allegorie. In: De Gruyter Brill. De Gruyter, abgerufen am 3. Oktober 2025.
  2. a b Sabine Wotzlaw: Neue Leitungen für Kulturamt und zwei Museen. In: Stadt Köln. Stadt Köln, 13. November 2024, abgerufen am 3. Oktober 2025.
  3. alk: Reker schlägt zwei Frauen vor. Neue Leitungen für Kulturamt und zwei Museen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. Kölner Stadt-Anzeiger, 13. November 2024, abgerufen am 3. Oktober 2025.
  4. Andreas Endermann: Dr. Juana von Stein (Universität zu Köln) erhält Karl Arnold-Preis 2019. In: (idw). Nachrichten Informationsdienst Wissenschaft, 15. Mai 2019, abgerufen am 3. Oktober 2025.
  5. University of Cologne, Online-Redaktion: Verleihung des Karl Arnold-Preises 2019 an Dr. Juana Christina von Stein. In: University of Cologne, News. University of Cologne, 27. Mai 2019, abgerufen am 3. Oktober 2025.
  6. Petrarca-Institut: Dr. Juana Christina von Stein. In: Petrarca-Institut. Universität zu Köln, 11. April 2021, abgerufen am 3. Oktober 2025.