Joy Matter

Joy Matter (Joyce Matter-Doebeli; * 7. Oktober 1935; † 8. Oktober 2025;[1] heimatberechtigt in Kölliken) war eine Schweizer Politikerin (Junges Bern, später Junges Bern Freie Liste, Mitglied der Grünen).[2]

Leben

Matter war von 1959 bis 1988 Sekundarlehrerin für Englisch. Sie engagierte sich in Behindertenorganisationen und in der Frauenbewegung.

Von 1978 bis 1988 gehörte sie dem Grossen Rat des Kantons Bern an. Von 1989 bis 1996 war sie Gemeinderätin der Stadt Bern und stand der Schuldirektion vor. In der ersten Legislatur (1989–1992) war sie Mitglied des letzten bürgerlich dominierten Gemeinderats. In der zweiten Legislatur (1993–1996) gehörte sie zur ersten Berner Stadtregierung mit rot-grüner Mehrheit. Das Rot-Grün-Mitte-Bündnis ist bis heute an der Regierung.[3] Von 1990 bis 1997 war sie Präsidentin der Ausländerkommission der Stadt Bern. Von 1998 bis 2007 präsidierte sie die Stiftung Gertrud Kurz, die im Bereich Ausländerintegration tätig ist.

Sie war die Witwe des Mundart-Liedermachers Mani Matter (1936–1972)[4] und Mitherausgeberin seiner Werke. Von ihren drei Kindern trat die Theaterregisseurin Meret Matter in der Öffentlichkeit auf. Matter wohnte in Wabern bei Bern. Sie starb im Oktober 2025 im Alter von 90 Jahren.

Einzelnachweise

  1. Brigitte Walser, Stefan Schnyder: Joy Matter prägte die Wende zum rot-grünen Bern mit, 20 Minuten, 11. Oktober 2025, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  2. Grüne Freie Liste Stadt Bern (GFL). Grüne Freie Liste, archiviert vom Original am 12. März 2017; abgerufen am 12. Oktober 2025.
  3. Langjährige Berner Schuldirektorin Joy Matter verstorben. In: swissinfo.ch. 11. Oktober 2025, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  4. Website zu Mani Matter, Abschnitt Familien und Beruf (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive).